Auswahlbibliographie zur Geschichte der Herrschaft Rheda und des Amtes Reckenberg

 

Sekundärliteratur Quellen Karten

 

Sekundärliteratur

Eickhoff, Hermann (1882)
Der dreißigjährige Krieg in dem fürstbischöflich-osnabrückischen Amte Reckenberg und der Herrschaft Rheda : aktenmäßige Mitteilungen über die Geschichte des Krieges in unserer Gegend nebst anderem wichtigeren historischen Material aus früherer und späterer Zeit / veröffentlicht von Hermann Eickhoff, Gymnasiallehrer. Gütersloh. Druck von C. Bertelsmann. 1882. - S. 63


Eickhoff, Hermann (1897)
Osnabrückisch-rhedischer Grenzsteit (1524-1565) unter Berücksichtigung des Kirchspiels Gütersloh / von Prof. Eickhoff in Schleswig. Osnabrück : Druck von J. G. Kisling. 1897. - S. 90
(Sonder-Abdruck aus Band XXII. der Mittheilungen des historischen Vereins zu Osnabrück (1897))


Eickhoff, Hermann (1904)
Geschichte der Stadt und Gemeinde Gütersloh / von Hermann Eickhoff, Dr. phil. und Professor am Kgl. Gymnasium in Hamm. - Gütersloh : Druck und Verlag von C. Bertelsmann, 1904. - S. VIII, 325


Eickhoff, Hermann (1921)
Der Kreis Wiedenbrück in Vergangenheit und Gegenwart / dargestellt von Geh.-Rat Dr. Eickhoff. Herausgegeben vom Kreise Wiedenbrück. - Wiedenbrück : Druck von E. Holterdorf, [1921]. - S. 138, IV


Eickhoff, Paul (1876)
Kurze Geschichte des Klosters Herzebrock : Vortrag, gehalten zu Gütersloh am 9. März 1876. - Gütersloh : Druck und Verlag von C. Bertelsmann, 1876. - S.55


Klueting, Edeltraut (1986)
Das Kanonissenstift und Benediktinerinnenkloster Herzebrock / im Auftrage des Max-Planck-Instituts für Geschichte bearbeitet von Edeltraut Klueting. - Berlin ; New York : Walter de Gruyter, 1986
(Germania Sacra : historisch-statistische Beschreibung der Kirche des Alten Reiches N.F. 21 ; Das Bistum Osnabrück 1)
ISBN 978-3-11-010566-7


Lodtmann, Justus Friedrich August (1778-1789)
ACTA OSNABRUGENSIA. oder Beyträge zu den Rechten und Geschichten von Westfalen insonderheit vom Hochstifte Osnabrück. - Teile 1. - 3. - Osnabrück, gedruckt bey Johann Wilhelm Kißling, Hochfürstl. privil. Buchdrucker, 1778-1789

Zur gemeinsam genutzten Almende bemerkt Lodtmann: "Jm Amte Reckenberg ist nur eine gemeine Mark, welche sich in die Herrschaft Rheda ausbreitet und deren vorzüglicher Theil das Oelbruch genannt wird." (vgl. Teil 1, S. 17).

Tatsächlich wurde im Wiedenbrücker Vertrag vom 9. Juni 1565, der die Einzelheiten der Trennung der Herrschaft Rheda und des Amtes Reckenberg regelte, vereinbart, dass die Almende auch weiterhin gemeinsam genutzt werden sollte (vgl. Eickhoff, 1897, S. 82-83).

Es lässt sich nachweisen, welche Flurstücke Almende waren: Nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches (1806) und dem Ende der napoleonischen Besatzung hat die preußische Bezirksregierung, die an die Stelle der westfälischen Territorien getreten war, die Almenden teilen lassen, d.h. sie wurden privatisiert. Die Aufteilung einer Almende wurde dann im preußischen Amtsblatt bekannt gemacht. Mit Hilfe dieser Informationen und der erstaunlich detaillierten Carte der Herrschaft Rheda (Meier und Ossenbrink, 1999) lässt sich die Lage mancher Almende im Nachhinein bestimmen.

Folgende Bekanntmachungen von Teilungen von Almenden in der Herrschaft Rheda oder dem Amt Reckenberg sind mir bekannt:


Möser, Justus (1780-1824)
Osnabrückische Geschichte. - Berlin und Stettin, bey Friederich Nicolai. - Neue vermehrte und verbesserte Auflage

Ein Klassiker der Geschichtswissenschaft. Ausführliche Textausgabe der Quellen im Anhang.

Siehe zum Recht der Almende Teil 1, S. 13-22.


Schaub, Hermann (2005)
Die Herrschaft Rheda und ihre Residenzstadt : von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches / Hermann Schaub. - Bielefeld : Verlag für Regionalgeschichte. - 2006. - S. 260
ISBN 978-3-8934-610-1


Stüve, Carl Bertram (1870)
Untersuchungen über die Gogerichte in Westfalen und Niedersachsen / C. Stüve. - Jena : Druck und Verlag von Friedrich Frommann, 1870. - S. 151


Weddigen, Peter Florens (1788)
Topographische Beschreibung der Stadt Rheda / Peter Florens Weddigen
In: Westphälisches Magazin zur Geographie, Historie und Statistik. - 4 Bd. (1788). - S. 340-345

 

 

Quellen

Chronik der Anna Roede (1. Hälfte des 16. Jhs.)
Anna Roedes spätere Chronik von Herzebrock / Franz Flaskamp
In: Jahrbuch der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte. - Jg. 68 (1970). - S. 75-146

Chronik des Klosters Herzebrock in niederdeutscher Sprache von der Stiftung des Kloster im 9. Jh. bis 1553. Hier eine Kostprobe.


Herzebrocker Heberolle (11. Jh.)
Die älteste Herzebrocker Heberolle / von Paul Eickhoff
In: Programm des Gymnasiums Wandsbeck 9/10 (1882/83). S. 1-19 und 1-16

(Steuerverzeichnis des Klosters Herzebrock. Die altsächsischen Namen vieler noch heute existierender Orte und Bauernschaften machen dieses Dokument zu einem wichtigen Denkmal der Sprachgeschichte.)


Herzebrocker Heberolle (13. Jh.?)
Die zweite Herzebrocker Heberolle / Joachim Hartig
In: Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung. - Jg. 94 (1971). - S. 30 - 40

(Steuerverzeichnis des Klosters Herzebrock.)


Landgoding zu Wiedenbrück (1549), Holting der Mark Oelbrock (1549-1551), Herzebrock (1552)
In: Weisthümer. Dritter Theil / gesammelt von Jacob Grimm. - Göttingen : In der Dieterichschen Buchhandlung, 1842. - S. 107-121


Osnabrücker Bischofschronik von Erdmann, Erdwin (lateinischer Urtext)
In: Rervm Germanicarvm Tom. II. Scriptores Germanicos ab Henrico Meibomio Juniore e MStis primum publicatos recensitosque, & Notis alicubi illustratos continens, S. 195-264


Osnabrücker Bischofschronik von Erdmann, Erdwin (niederdeutsche Übersetzung)
Beschriuinge sampt den Handelungen der Bischopen van Ossenbrugge dorch den wolgelerten Erntvesten vnde Erbaren Heren Erdwin Erdmann der rechten Meister, Borgermeistern to Osenbrugge, colligeret to Latine, vnde van den erbaren, vorsichtigen vnde wisen Herrn Borgermeistern vnde Rait darsuluest to dudessche mit erer Besoldung transfereret. Anno XVcLIII.


Tecklenburger Kirchenordnung (1543)
Der Graveschop und Herschoppen ect. Teckenborch, Linge und Rhede Gottliche und Christliche der hilligen Schrifft gemete und der Lantschop geleigen Ordinatio Artickels wise körtlich <vervatet>


Osnabrücker Kirchenordnung (1543)
Kerkenordnunge vor de Landtkerken des Stiffts Osenbrügge
In: Hermann Bonnus, Erster Superintendent von Lübeck und Reformator von Osnabrück. Nach seinem Leben und seinen Schriften berabeitet von Bernhard Spiegel, nebst bisher noch ungedruckten Anlagen, enthaltend: Die Kirchenordnung für die Landkirchspiele des Fürstenthums Osnabrück u.s.w. Leipzig. Roßberg' sche Buchhandlung. 1864. S. 134-139

 

 

Karten

IMPERIUM ROMANO-GERMANICUM in suos CIRCULOS ELECTORAT. ET STATUS Summa cura et Studio divisum ... apud MATTH. SEUTTER. S.C.M. GEOGR. AUG. VIND. [1725]
(Das Heilige Römische Reich mit seinen Kreisen und Territorien.)


Totius Circuli Westphalici Accurata descriptio (um 1630)
(Der Westfälische Kreis mit Territorien.)


Circuli Westphalici in omnes suos status et provincias accuratè divisi Nova et exacta Tabula edita sumtibus Ioh. Baptistae Homann Noribergae (um 1720)
(Der Westfälische Kreis mit Territorien.)


Episcopatuum Monasteriensis et Osnabrugensis et Comitatuum Bentheim, Teclenburg, Stenford, Lingen, Diepholt, Delmenhorst, Rietberg etc. etc. novissima et accuratissima Designatio (zwischen 1731 und 1741)
(Die Stifte Münster und Osnabrück mit angrenzenden Territorien.)


Delineatio episcopatus Osnabrugensis (1776/78)
Das Stift Osnabrück. Der Kartenausschnitt zeigt das Amt Reckenberg. Die Karte zeigt außerdem, dass die zur Herrschaft Rheda gehörige Emsbauer in kirchlicher Hinsicht unter Wiedenbrück fiel.
Ich erblicke in diesem Befund eines unter weiteren Indizien, dass die Herrschaft Rheda und das Amt Reckenberg ursprünglich ein einziges zusammengehöriges Territorium waren, das unter der Oberherrschaft des Bischofs von Osnabrück stand und dessen Kristallisationspunkt das Gogericht Wiedenbrück gewesen war.
Das Nebeneinander von osnabrückischer Verwaltung auf dem Reckenberge und gräflicher Herrschaft in Rheda führte zur allmählichen Herausbildung zweier Territorien, die ab 1524 in einen offenen Konflikt einmündete, der 1565 durch den Bielefelder Rezess beendet wurde. Erst ab diesem Zeitpunkt kann man von zwei vollständig getrennten Territorien sprechen.
Der Bielefelder Rezess zeigt, wie sehr die innere Ordnung des Heiligen Römischen Reiches durch den Feudalismus beeinträchtigt worden war. In Sachsenspiegel III, 53 heißt es: "Men moth ock nen gerichte deylen,..." bzw. "No<n> licet alicui iudiciu<m> diuidere...". Es ist unzulässig, einen Gerichtsbezirk zu teilen.
Der Text des Bielefelder Rezesses vom 27. März 1565 findet sich bei Eickhoff, 1897 auf S. 75-78, der Text des Wiedenbrücker Vertrages vom 9. Juni 1565, der die Bestimmungen des Bielefelder Rezesses näher ausführte, auf S. 78-84.


Landesgrenzen um 1801
In: Heimatkunde des Kreises Wiedenbrück / herausgegeben vom Kreisheimatbunde Wiedenbrück. - Gütersloh : Flöttmann, 1927


Karte der westfälischen Bistümer im Mittelalter


Carte der Herrschaft Rheda
Die Herrschaft Rheda : eine Landesaufnahme vom Ende des Alten Reiches / Johannes Meier ; Jochen Ossenbrink. - Bielefeld : Verlag für Regionalgeschichte, 1999. - S. 80 ; 1 Karte
ISBN 3-89534-288-2
(Quellen zur Regionalgeschichte ; Bd. 4)

Ausgabe und Besprechung einer bis dahin unbekannten topographischen Karte der Herrschaft Rheda.

 

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Letzte Änderung: 18. Februar 2018 Zurück