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Parabel

Reineke Fuchs



















 

Hennynk de Han


Faust


 

Von anderen Ländern


Ghetelen, Henning (Übers.) (1508)
Nye vnbekande lande Unde eine nye Werldt in korter vorgangener tyd gefunden [Nürnberg : Georg Stuchs, 1508]

Am Ende des Werkes findet sich folgender Eintrag: "Also hefft dyt Boeck einen ende welker vth Walscher sprake in de Hoechdüdeschen gebröcht vnde gemaket is / dörch den werdigen vnde hoechgeleerden heren Josten Ruchamer der vryen künste vnde arstedyen Doctoren ect. Dar na dörch Henningu<m> Ghetelen vth der keyserliken Stadt Lübeck gebaren in desse sine Moderliken Sprake vorwandelt. Vnde dörch my Jürgen Stüchsen to Nüreinberch Gedrücket vn<de> Vulendet na Christi unses leuen heren gebort. M.ccccc.viij. jare am Auende Elizabeth der hilligen Wedewe<n> dede dar was am achteyenden dage Noue<m>bris des Wyntermaens."

Sammlung von Entdeckerberichten, die 1507 unter dem Titel Paesi novamente retrovati von Fracanzano da Montalboddo veröffentlicht worden ist. 1508 erschien eine von Jobst Ruchamer besorgte hochdeutsche Übersetzung unter dem Titel Newe vnbekanthe landte Und ein newe weldte in kurtz verganger zeythe erfunden, die ihrerseits Vorlage der Übersetzung Henning Ghetelens war.




 

Rechenbücher







 

Rechtsbücher



Dänisches Seerecht (1572), Exemplar der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Dat Denische Seerecht / Dat de Grodtmechtigeste / Hochgebarne Förste vnde Here / Her Frederick de Ander / van Gades gnaden / tho Dennemarcken / Norwegen / der Gotten vnde Wenden Köninck etc. Hefft vthghan lathen / Jn dem Jahre na Gades gebordt M.D.lxj. Dem gemenen Seeuarenden Manne thom besten : Wor na sick ein Jder Schipper / Schepesuolck / vnde ock andere / de ehren Handel thor Seewardt brwken / beide binnen vnde buten Schepesbordt schicken vnde holden schölen. Man vindet hirinne / wo men sick hirnamals mit den Wraken holden schal. Erstlick mit K.Mt. Fryheit tho Kopenhagen gedrucket / Dörch Lourens Benedickt. Vnde nu in gewandtlyke Sassische sprake gebröcht. Dörch. P.K. [Gedrücket tho Rostock By Johan. Stöckelman / vnde Andream Gutterwitz. M.D.Lxxij.]
(Siehe auch Waterrecht vnde Schypordeninge (1555) und Seerecht von Wisby (1589).)


Dänisches Seerecht (1572), Exemplar der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen
Dat Denische Seerecht / Dat de Grodtmechtigeste / Hochgebarne Förste vnde Here / Her Frederick de Ander / van Gades gnaden / tho Dennemarcken / Norwegen / der Gotten vnde Wenden Köninck etc. Hefft vthghan lathen / Jn dem Jahre na Gades gebordt M.D.lxj. Dem gemenen Seeuarenden Manne thom besten : Wor na sick ein Jder Schipper / Schepesuolck / vnde ock andere / de ehren Handel thor Seewardt brwken / beide binnen vnde buten Schepesbordt schicken vnde holden schölen. Man vindet hirinne / wo men sick hirnamals mit den Wraken holden schal. Erstlick mit K.Mt. Fryheit tho Kopenhagen gedrucket / Dörch Lourens Benedickt. Vnde nu in gewandtlyke Sassische sprake gebröcht. Dörch. P.K. [Gedrücket tho Rostock By Johan. Stöckelman / vnde Andream Gutterwitz. M.D.Lxxij.]


Der Stadt Flensborgh Erdtbock
Nachricht von dem Flensburgischen Stadt-Felde, als eine Beschreibung der Stadt-Gräntzen, welche Anno 1558. von Burgermeistern und Raht / und der gantzen Bürgerschafft beritten und verneuert worden, samt einem Verzeichnis der Gräntz-Steine, womit E. E. Raht und Bürgerschafft das Stadt-Feld Anno 1601 umbsetzen und bestapeln lassen. gemeinen Nutzens halber aus der Stadt Flensburg altem Erdbuche zum Druck befordert. Jm Jahr 1754.

Enthält folgende Dokumente des Rates der Stadt Flensburg zu den Grenzen des Flensburger Stadtfeldes im Jahre 1558 und den 1601 gesetzten Grenzsteinen:

  1. Anno 1558. am Midwecken na Oculi heffth ein Erbar Raeth der Stadth Flenßborch mit sampt der gantzen Burgerschop dat Stadtfelt bereden, vnd alle Schedinge vornyet, de tho niende nodich, vnd de wedder vp grauen lathen... Vnd is dat Stadtfelth wo nafolget beschreuenn vnd syn de Scheide gewesenn

  2. Anno 1601. Friedags na Johannis Baptistae... ist van dem gedachten Rade und der gemeinen Borgerschop na oldet Gewanheit dat Stadtfeldt ummetagen... Als ist vor rathsam angesehen worden,... dat men dat Stadtfeldt ummeherr von der einen Schede tho der anderen mit Schedesteinen ummesetten und bestapelen lathen wolde, welche ock also ist tho Wercke gerichtet, und de Steine darup de Bockstaff F. und de Jahrtall Anno 1601. ist gehouwen, hengesettet worden

Livländische Prozess- und Rechtsordnung (1539)
Formulare procuratorum Proces vnde Rechtes ordeninge / Rechter arth vnde wise / der Ridderrechte yn Lifflande / So wol yn den Stifften / alse yn Harrien vnde Wirlande / vnde gemennichliken ym gebruke auer gantzem Lifflande. Mutatis Mutandis. Dith Bock ys yn viff dele gedelet / vnde leret fyn / wo me saken / ym rechten anuangen / middelen / vnde endigen / Klage vnde antwerde / Vnde alle andere nödige dinge ym rechten schicken / formeren / vnde stellen schölle / Vnde ys ym xxxiij. jare / angeuangen / vnde ym xxxviij. geendiget / vn<de> se thor Prente / den Lifflendischen Junckern / Armen unde Riken / ock andern des Rechten / nodtrofftich / thom besten vthgesandt / Gott geue syne gnade / dat recht / recht / gefordert vnde gerichtet werde / dar vp de name des HEren / gepriset vnde ewich gebenediet werde / Amen. [Gedrücket vnde vullendet / ym M.D.XXXIX. yare am dörteinden dage des Heruestmaens.]
(Herausgegeben von Dionysius Fabri. Siehe auch Wikipedia: Livland und Chronica der Provintz Lyfflandt (1578) von Balthasar Russow.)












Holsteinisches Landrecht (1649)
Dat Holsten Land-Recht. So geholden ys im Jahr 1649.
Bereits Sachsenspiegel III, 64 erwähnt besondere Rechtsgebräuche einzelner sächsischer Landschaften: "Der yegenode is genoch binnen deme hertechdom de sunderlik recht willet hebben / alse Holsten / Sturmere vnde Hadelere..." ("Viele Gegenden im Herzogtum wollen im Besitz von besonderem Recht sein, wie Holstein, Stormarn und Hadeln...").




Jütisches Recht (1593)
Dat Rechte Judske Lowbock Anno 1590 auergesehn / Corrigeret / vnde in dem Densken vorbetert: tho Copenhagen in Druck vthgegahn. Nu öuerst vth dem Densken in den Holsteinische Sprake / van Worde tho Worde / Alse dat beiden Spraken am negesten hefft geschehn mögen / Vp dat trüwlikeste gebracht vnde ummgesettet. [Gedrücket tho Schleßwig / dorch Nicolaum Wegener.] ANNO M.D.XCIII.

Das jütische Recht wurde 1241 unter Waldemar II. zum ersten Mal kodifiziert und darf als einer der ältesten Rechtstexte Dänemarks gelten. Da im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Textversionen entstanden waren, wurde das jütische Recht unter Christian IV. erneut kodifiziert und herausgegeben (Kopenhagen, 1590). Drei Jahre später erschien eine von dem Flensburger Amtsschreiber Blasius Ekenberger besorgte niederdeutsche Übersetzung mit einem Vorwort Christians IV. (Schleswig, 1593), durch das der niederdeutsche Text in den Rang einer autorisierten Übersetzung erhoben wurde.

Im eigentlichen Jütland galt das jütische Recht nur bis zur Einführung des dänischen Rechts im Jahre 1683. Da das Herzogtum Schleswig aufgrund seiner staatsrechtlichen Sonderstellung von den dänischen Vereinheitlichungsbestrebungen nicht betroffen war, galt dort weiterhin jütisches Recht, wobei der niederdeutsche Text stets mehr an Bedeutung gewann. 1603 und 1717 erschienen in Flensburg weitere Ausgaben des niederdeutschen Gesetzestextes. 1819 wurde eine niederdeutsch-hochdeutsche Ausgabe herausgegeben.

Der dänisch-deutsche Krieg (1864) und die Gründung des deutschen Reiches (1871) haben die Bedeutung des jütischen Rechts anfangs nicht geschmälert. Das jütische Recht wurde erst am 1. Januar 1900 vom Bürgerlichen Gesetzbuch ersetzt, das das Recht der verschiedenen Bundesstaaten des Deutschen Reiches und deren Landesteile vereinheitlichte. Als Gewohnheitsrecht ist das jütische Recht nach wie vor in Schleswig von gewisser Bedeutung. Es hat in den letzten Jahrzehnten Gerichtsurteile gegeben, die Bezug auf das jütische Recht nahmen.

Siehe auch Jütisches Recht, 1603, Jütisches Recht, 1717, Jütisches Recht, 1819. Siehe ferner Schleswiger Stadtrecht (1534).






Lübisches Recht (1509)
Dat recht der Stadt Lubecke (Auf der letzten Seite steht: "Gade sy loff. Dusent vyffhundert vnde neghen.")






Mecklenburgische Verordnungen, Statuten und Satzungen (1542)
Ordeninge Statuta vnnd Settinge / Dorch de Dorchluchtigenn hochgebornen Försten vnd Hern / Hern Hinricken vnd Hern Albrechten gebrüder / Hertogen tho Meckelnborch / Försten tho Wende<n> / Greuen tho Swerin / Rostock vn<de> Stargardt der Lande Heren / jn gemelten erer Förstlicken gnaden Förstendomen / Landen / Steden vn<de> Gebeden / dem gemeinen nutte tho forderinge vn<de> gude / mit vorgehattem Rade / weten un<de> willen der Stende erer Förstendomer vn<de> Lande / van Prelaten / Ridderschop vnd Steden / upgericht / vppet nye besichtiget / vnd doch mit etlicken weinigem thosatte / vormeret / vnd gebetert / einmödichlick / tho holden angenamen / vnd bewilliget / Jm jare na Christi unses leuen Heren gebort / Veffteinhundert / vndd thwe vnd vertich / Dorch ere Förstlicke gnaden / Eren vnderdane / jn den Druck publiciert / vorkundigt / vnd vnuorrugklich tho holden gebaden.






Landrecht von Overijssel (1559a), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
Landtrecht van Auerissel. Tho samen gebracht vnde vthgelecht / Dör Melchioren Winhoff. Gedrückt tho Deuenter / By Simon Steenberch. Anno 1559

Gesammelt und erklärt von Melchior Winhoff. Das Werk ist in klassischer niedersächsischer/niederdeutscher Sprache verfasst.

Ursprünglich hatte Overijssel zum westfälischen Kreis gehört, ist aber 1548 durch den Burgundischen Vertrag zum burgundischen Kreis gekommen. Durch den Burgundischen Vertrag wurde der burgundische Kreis als nicht zum Heiligen Römischen Reich gehörend, wohl aber unter dessen Schutze stehend definiert. (Vgl. den Text des Burgundischen Vertrages und des zugehörigen Reichstagsbeschlusses von 1548.) Möglich geworden war die staatsrechtliche Neuordnung der Niederlande durch den Sieg der habsburgischen Niederlande über die Vereinigten Herzogtümer (Jülich, Kleve, Berg mit den Grafschaften Mark und Ravensberg und der Herrschaft Ravenstein) im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg (1543), der erst eine Landverbindung zwischen den habsburgischen Besitzungen in den nördlichen und denen in den südlichen Niederlanden herstellte.

Noch um 1559 scheint in Overijssel die Gesellschaft wenig von dieser folgenreichen staatsrechtlichen Veränderung berührt gewesen zu sein. Das Landtrecht van Auerissel jedenfalls fügt sich in die Rechtsordnung des Heiligen Römischen Reiches ein.

Der Abfall der Niederlande von den Habsburgern hatte noch nicht die stattgefunden. Die Kämpfe begannen 1568 und endeten erst 1648 mit dem Westfälischen Frieden, der den nördlichen Teil des burgundischen Kreises in die volle Unabhängigkeit entließ.








Sachsenspiegel (1480)
Speygel der Sassen Im Kolophon steht: "Jnp<re>ssa Colonie p<er> me Bartholomeu<m> de Vnckel; Anno a nati<vi>tate d<omi>ni Mcccclxxx.:."


Sachsenspiegel (1488)
Hyr hefft sick an der sassen spegel meth der glosen
Am Ende des Textes, vor dem Anfang des Registers steht: "Explicit der sassen spegel den de erwerdige in god vader vn<de> here Theodericus va<n> bockstorpe bysschop to Nuenborch seliger gecorrigeret heft. Gedrucket to Stendal dorch Joachim westfael in deme. lxxxviij. iare."


Sachsenspiegel (1516)
Sassenspegel mit velen nyen Addicien fan dem Leenrechte vnde Richtstige.
Auf der letzten Seite steht: "Volbracht is also salichliken desse nuwe Sassenspegel / mit synen Additien / Jn der Keyserliken stat Außburch / des landes Schwauen / dorch Syluanum Othmer bůkprenther. Dorch verordeninge vn de Kosten des vorsichtigen heren Hanss Ren<n>man van Oringen / namhafftigester bůkfurer. Vnde vulendet an vnser leuen Vrouwe<n> auent / den men nennet Lichtmyssen / Jn dem yar als men tellet na gebort M.D. vnde xvj."






Tuchtordeninge der Stadt Munster (1533)
Tuchtordeninge der Stadt Munster tho vnderholdene christlike tucht vnde eerbaricheyt / van eynen eerbaren Rayde oick Olderluden vn<de> Gildemeysteren / dar suluest in de ghemeyn publicert vnd angenome<n>. Anno. M.D.xxxiij.

Man hat wohl in der Zuchtordnung von 1533 einen letzten Versuch des Rats der Stadt Münster zu erblicken, die Machtergreifung der Wiedertäufer zu verhindern. Vergebens. Bereits 1534 errichteten die Religionsfanatiker ihr Regime in Münster mit katastrophalen Folgen für die gesamte Stadt. Die Schreckensherrschaft währte eineinhalb Jahr und endete in einem Blutbad.

Siehe auch Christlike vnde Erbare erthöginge (1532), Rothmann (1532), Rothmann (1533), Rothmann (1534), Rothmann (1535), Wunderlike handelinge der Döpers to Münster yn Westfalen (1535) und Münsterische Chroniken 2.




 

Sprichwörter

Agricola, Johannes (1528)
Dryhondert gemener Sprikwoerde, der wy Düdschen vns gebruiken, vnde doch nich weten, woher se kamen, dorch D. Johann Agricolam von Jsleue. - M. D. XXVIII.
Handschriftlicher Titel. Titelblatt fehlt. Von derselben Hand wurde eingetragen: "Magdeborg ist als Druckort angegeben fol. i44. itzunt 1528. fol. 40a Im Register fehlt auch ein Blatt."
Außerdem: "Dieses ist die höchst rare erste Ausgabe des Ersten Theiles von Agricola's Sprichwörtern, und zwar die plattdeutsche..."




 

Schreibhilfen


De Ludtbockstauen a e i o u y (1525)
De Ludtbockstauen a e i o u y De stummen bockstauen. b c d f g h k l m n p q r s t w x z. Der leyen Bibel. De Teyn Bade Gades. Dat erste. Du schalt nene ander Göde hebben vor my.
Den Angaben des Göttinger Digitalisierungszentrums zufolge 1525 in Wittenberg erschienen. Katechismus und Schreibfibel. Enthält die zehn Gebote, das Vater unser, das Glaubensbekenntnis mit Erklärungen und Gebete. Auf Seite 38 des Digitalisats findet sich eine Übersicht römischer und arabischer Zahlen. Auf Seite 40 des Digitalisats folgt ein Schreibweiser für Briefe an Personen verschiedenen Standes. Das Buch ähnelt dem ABC-Kiria des finnischen Bischofs Mikael Agricola, das wahrscheinlich 1543 zum ersten Mal erschienen ist und ebenfalls Katechismus und Schreibfibel in sich vereint. Mikael Agricola hatte von 1536 bis 1539 in Wittenberg studiert. Hat vorliegendes Buch Agricola zu seinem ABC-Kiria inspiriert?


 

Theaterstücke

Clawes Buwr (um 1550)
Clawes Buwr. Clawes Buwr bin ick genandt / Ein Vastelauendes Kindt gebaren. Myn Vader hefft my vthgesandt / De warheit tho vorklaren.
Fastnachtsspiel. Eigentlich ein politisches Stück am Vorabend der Bauernkriege. Erstausgabe 1523. Verfasst von Magister Bado von Minden. Hermann Hamelmann verdanken wir die folgende Mitteilung: "M. Bado Mindensis, quondam discipulus Erasmi Roterodami, vir magno ingenio praeditus, descripsit pontificiorum sacrificulorum nequitiam in libro dicto "Clawes Buer", qui primo editus est 1523." (Hermann Hamelmanns geschichtliche Werke Bd. 1, S. 431). Weitere Literatur mit Verbindung zu Minden: Minden, 1530. Siehe ferner eine mittelniederländische Fassung. Siehe ferner Krieg, 1559.




Teweschen Hochtydt (1640), Exemplar der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Teweschen Hochtiet / Dat ys: Ardige vyf Vptoege / darin der Eenfolligen Bueren wunnerlicke See vn selsene Ree tho sehn / kortwilich tho lesen / lustich tho hören / vn leefflichen tho ageren. Gedrückt im Jahr / 1644.
(Im Kolophon steht: "Hamborg / By Hinrick Werner / Jm Jahr / 1640." Offensichtlich hat sich der Druck von 1640 nicht ausreichend verkauft und ist 1644 mit einem neuen Titelblatt wiederum in den Handel gebracht worden.)




Teweschen Hochtydt (1661b)
In: Den Westfaelschen Speel-Thuyn, Doorsaeyt en beplantet met vermakelijke kluchten; kortswilligh te lesen, lustig te hooren en lieflick te ageeren: Als van Slenner Hincken Landloup, Hellenvaurt un sijn Juffren-hijlck. Als oock Vijf Upteughe van de Hochtiedt un dre Upteuge van't Kindelbehr van Teuwes. Voorts een t' samen-spraeck van Knubbe, Storten-tuen un Lukevent. ten allersten een Overysselsche Vryagie van Lubbert Bouk-Slach Unde Smudde-Mulen Swenne. t' Amsterdam, Gedruckt by Broer Jansz. Bouman, Boeck-verkooper op't Water, by de Nieuwe-Brugh. 1661
(Bibliographische Angaben nach Hermann Jellinghaus.)


Teweschen Hochtydt (1687)
In: Den Westvaelschen SPEEL-THUYN, door-zaeyt en Beplantet met veel Vermaeckelijcke Kluchten; kortswijligh te lesen / lustigh te hooren / en lieflijck te ageren Als van SLENNER-Hincken Land-laupt, Hellenvaurt un Juffren-hijlk. ALS OOCK Vijf Uptheughe van de Hochtiedt / un dre Upteughe van't Kindelberhn van TEUWES. Voorts een t'Samen-spraeck van KNUBBE STORTENTUEN un LUKEVENT. Ten aller-lesten Een Over-Ysselsche Vryagie / VAN LUBBERT BOUK-SLACH Unde SMUDDE-MULEN SWEN<NE> t'Utrecht Gedruckt by Pools<um>
(Handschriftlich im Vorsatz "Verf. v. Bevervorde". Die Herrschaft Bevervorde lag im Gebiet der heutigen Gemeinden Rijssen, Wierden und Tubbergen in der niederländischen Provinz Overijssel. Dass niedersächsische Sprache im 16. Jh. noch ganz allgemein in Overijssel im Gebrauch war, zeigt das von Melchior Winhoff kodifizierte Landtrecht van Auerissel. Siehe auch das Exemplar der Universitätsbibliothek Leiden.)





Tewesken Kindelbehr (1661)
In: Den Westfaelschen Speel-Thuyn, Doorsaeyt en beplantet met vermakelijke kluchten; kortswilligh te lesen, lustig te hooren en lieflick te ageeren: Als van Slenner Hincken Landloup, Hellenvaurt un sijn Juffren-hijlck. Als oock Vijf Upteughe van de Hochtiedt un dre Upteuge van't Kindelbehr van Teuwes. Voorts een t' samen-spraeck van Knubbe, Storten-tuen un Lukevent. ten allersten een Overysselsche Vryagie van Lubbert Bouk-Slach Unde Smudde-Mulen Swenne. t' Amsterdam, Gedruckt by Broer Jansz. Bouman, Boeck-verkooper op't Water, by de Nieuwe-Brugh. 1661
(Bibliographische Angaben nach Hermann Jellinghaus.)


Tewesken Kindelbehr (1662)
Tewesken Kindelbehr / Dat ys: Vyr nye vnde ardige Vptöge / darinne der Entföldigen Buweren / vnd sünderlyken des Kramhers Teweschen wunderlyke vnd seltzame Eventhür. Kortwylich tho lesen / lustig tho hören / vnd leefflyken tho ageren. Gedruckt im Jahr 1662.


Tewesken Kindelbehr (1687)
In: Den Westvaelschen SPEEL-THUYN, door-zaeyt en Beplantet met veel Vermaeckelijcke Kluchten; kortswijligh te lesen / lustigh te hooren / en lieflijck te ageren Als van SLENNER-Hincken Land-laupt, Hellenvaurt un Juffren-hijlk. ALS OOCK Vijf Uptheughe van de Hochtiedt / un dre Upteughe van't Kindelberhn van TEUWES. Voorts een t'Samen-spraeck van KNUBBE STORTENTUEN un LUKEVENT. Ten aller-lesten Een Over-Ysselsche Vryagie / VAN LUBBERT BOUK-SLACH Unde SMUDDE-MULEN SWEN<NE> t'Utrecht Gedruckt by Pools<um>
(Handschriftlich im Vorsatz "Verf. v. Bevervorde". Die Herrschaft Bevervorde lag im Gebiet der heutigen Gemeinden Rijssen, Wierden und Tubbergen in der niederländischen Provinz Overijssel. Dass niedersächsische Sprache im 16. Jh. noch ganz allgemein in Overijssel im Gebrauch war, zeigt das von Melchior Winhoff kodifizierte Landtrecht van Auerissel. Siehe auch das Exemplar der Universitätsbibliothek Leiden.)






 

Geschichtsschreibung

Bote, Conrad (1492)
Cronecken der sassen [Mainz, 1492]
Auf der letzten Seite steht: "Dusse kronecke van keyseren vnde anderen fursten vnde steden der sassen mit oren wapen hefft geprent Peter schoffer van gernszheim Jn der eddelen stat Mencz. die eyn anefangk is der prentery. Jn deme iare na cristi gebort. Dusent vierhundert. lxxxxij vppe den Sesten dach des Merczen." Anonymes Werk. In einem Exemplar der Chronik findet sich jedoch folgender handschriftlicher Eintrag: "Auctor hujus chronici est Cord Botho Brunswicensis, vocatur alias Bothonis Chronicon Picturatum..." (vgl. Scheller, 1826 S. 99). Im digitalisierten Exemplar der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel finde ich den handschriftlichen Eintrag Konrad Botho.

Das Werk beschreibt die Geschichte Niederdeutschlands von der Schöpfung der Welt über die sagenhaften Ursprünge des Sachsenstammes bis zur Zeit des Chronisten. Das Werk wird von zahlreichen Holzschnitten illustriert, die diese Chronik wie Lesezeichen erschließen. Der Chronist war sehr kenntnisreich, gibt aber Gehörtes und Gelesenes völlig unkritisch wieder. Bemerkenswert ist, dass der Autor den (nieder)sächsischen Raum (im weitesten Sinne) zum Bezugsrahmen seiner Chronik gemacht hat, obschon das sächsische Gebiet zu dieser Zeit bereits in zahlreiche feudale Herrschaften zerfallen war. Man geht wohl nicht zu weit, wenn man die Cronecken der Sassen als Ausdruck eines besonderen sächsischen Geschichtsbewusstseins deutet. Religionsgeschichtlich hoch interessant, aber umstritten ist die Erwähnung des heidnischen, im Harz beheimateten Gottes Krodo, den nur die Cronecken der Sassen kennt. - Conrad Bothe stammte aus Wernigerode im Harz. - Die Cronecken der Sassen ist nicht leicht zu lesen. Manche Sätze sind geradezu verstümmelt. Haben die Setzer in Mainz den Text vielleicht nicht immer verstanden?


Ausgabe der um 1553 von Bernhard von der Horst(?) verfassten Übersetzung von Erdmanns ursprünglich in lateinischer Sprache verfasster Osnabrücker Bischofschronik. Die Bischofschronik bricht Mitte des 15. Jhs. ab. Von Dietrich Lilie stammt eine Fortsetzung bis 1553. Der lateinische Text findet sich bei Meibom, 1688, Bd. II S. 195-264.


Fresche Chroniken (1722)
CHRONYK VAN OOSTFRIESLANT. Behelsende niet alleenlik de historie van Oostfriesland, maer ook van alle Nabuirige Volkeren ten Oosten en ten Westen, besonder de allerseldsaemste Geschiedenissen van het oude en hedendaegsse Friesland, zoo ten tyde des Heidendoms, als zedert het is gekristent geworden, geschreven. VAN Den EDELEN, WELGEBOORNEN en GESTRENGEN HEERE. Heer EGGERIK BENINGA Hoofdling te Gremersum, RAAD van het Oostfriese Regeerhuis en DROST op Leeroohrt NU Met Rand en Kanteikeningen, oude Verlegelingen en andere Stukken verrykt en vermeerdert, in Druk uytgegeven DOOR EILHARDUS FOLKHARDUS HARKENROHT Ecclesiastes EMDENSIS. Gedrukt te EMDEN. By HENRICH MEYBOHM. JOSUA BEEK en HERMANNUS WOLFFRAM Boekhandelaers 1722.
(Niederdeutsche Chronik des Eggerik Beninga aus dem 16. Jh. Niederländisches Vorwort des Herausgebers Harkenroht.)


Fresche Chroniken (1723)
VOLLEDIGE CHRONYK VAN OOSTFRIESLANT. Behelsende niet alleenlik de Historie van Oostfriesland, maer ook van alle Nabuirige Volkeren ten Oosten en ten Westen, besonder de allerseldsaemste Geschiedenisse[] van het oude en hedendaegsse Friesland, zoo ten tyde des Heidendoms, als zedert het is gekristent geworden, geichreven (Sic!). VAN Den Edelen, Welgeboornen en Gestrengen HEERE. Heer EGGERIK BENINGA Hooftling te Grimersum, RAAD van het Oostfriese Regeerhuis en Drost op Leeroohrt NU Met Rand en Kanteikeningen, oude Verlegelingen en anderen Stukken verrykt en vermeerdert, in Druk uytgegeven DOOR EILHARDUS FOLKARDUS HARKENROHT Ecclesiastes EMDENSIS. Gedrukt te EMDEN. By HENRICH MEYBOHM. JOSUA BEEK en HERMANNUS WOLFFRAM Boekhandelaers 1723.
(Niederdeutsche Chronik des Eggerik Beninga aus dem 16. Jh. Niederländisches Vorwort des Herausgebers Harkenroht.)






Northof, Levold von (1538)
Cronicke van dem Oersprunghe, Tellungh vnd Geschefften der Grauen van der Marcke
In: Quellen der Westfälischen Geschichte : erster Band / herausgegeben von Joh. Suibert Seibertz. - Arnsberg : Druck und Verlag von H. F. Grote, 1857. - S. 14-42

Chronik der Grafen von der Mark. Von Ulrich Verne 1538 angefertigte niederdeutsche Übersetzung der von Levold von Northof im 14. Jh. verfassten lateinischen Chronik (Origines Marcanae sive chronicon comitum de Marca et Altena).

In der Vorrede des Übersetzers heißt es: "Jtem ouer anderhalff hundert Jairen hefft Renoldus von Northoff vam Adell des Landes von der Marcke geboiren, eyn Canonick tho Lueck vnd ein weltlich Abt, Graff Engelbert de im Jair M. CCC. XLVII. regneren begunde tho Dancke vnd thon Eherenn eyne Cronicke in lathinischer Spracke van dem Oersprunghe Tellungh vnd Geschefften der Grauen von der Marcke geschreuen, ... Darumb heb ick Vlricus [Verne, Capellaen thom Hamme] vth vorriger Oiersaicken dit nahfolgende vth dem latyn in Duytsch ouergesadt vnd ouck vth andern Cronicken vnd Schrifften gebettert vnd verlenget. Ao. dni. dusent vyffhundert acht vnd dertich post octauos passche."











Russow, Balthasar (1584), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
CHRONICA. Der Prouintz Lyfflandt / darinne vermeldet werdt. Wo dath süluige Landt ersten gefunden / vnde thom Christendome gebracht ys : Wol de ersten Regenten des Landes gewesen sind : van dem ersten Meyster düdesches Ordens in Lyfflandt beth vp den lesten / vnde van eines ydtliken Daden. Wat sick in der voranderinge der Lyfflendisschen Stende / vnd na der tydt beth in dat negeste 1583. Jar / vor seltzame vnd wünderlike Gescheffte im Lande tho gedragen hebben : nütte vnde angenehme tho lesende korth vnd loffwerdich beschreuen. Dorch BALTHASAR RUSSOVVEN Reualiensem. Thom andern mal mith allem flyte auersehen / corrigeret / vorbetert / vnd mith velen Historien vormehret dorch den Autorem süluest. Gedrücket tho Bart in der Förstliken Drückerye / Dorch Andream Seitnern. 1584.

Das Werk beschreibt die Geschichte Livlands, d.h. des heutigen Estlands und Lettlands, von der ersten Landung hanseatischer Kaufleute um 1200 bis zum Untergang des alten Livlands im Livländischen Krieg, den Russow als Betroffener vor Ort miterlebt hat. Das erklärt wohl die Einseitigkeit des Standpunkts, vom dem aus Russow die Geschehnisse mitunter darstellt. Russow sympathisierte mit Schweden, dem seine Heimatstadt Reval (Tallinn) schließlich auch zugefallen ist. Als Angehöriger des städtischen Bürgertums nahm Russow eine eher distanzierte Haltung zum Adel ein. Die Lebendigkeit der Darstellung und die Kraft des sprachlichen Ausdrucks übertreffen alles, was aus der niederdeutschen Geschichtsschreibung bekannt ist.


Russow, Balthasar (1584), Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek
CHRONICA. Der Prouintz Lyfflandt / darinne vermeldet werdt. Wo dath süluige Landt ersten gefunden / vnde thom Christendome gebracht ys: Wol de ersten Regenten des Landes gewesen sind: van dem ersten Meyster Düdesches Ordens in Lyfflandt beth vp den lesten / vnde van eines ydtliken Daden. Wat sick in der voranderinge der Lyfflendisschen Stende / vnd na der tydt beth in dat negeste 1583. Jar / vor seltzame vnd wünderlike Gescheffte im Lande tho gedragen hebben: nütte vnde angenehme tho lesende korth vnd loffwerdich beschreuen. Dorch BALTHASAR RVSSOVVEN Reualiensem. Thom andern mal mith allem flyte auersehen / corrigeret / vorbetert / vnd mith velen Historien vormehret dorch den Autorem süluest. Gedrücket tho Bart / in der Förstliken Drückerye / Dorch Andream Seitnern. 1584.


Schlacht bei Hemmingstedt
Wat in hundert iaren vnde nu is ghescheen: Jn dethmerschen / dat mach me hyr lesen vn<de> seen
(Dem Bibliothekskatalog nach 1473 erschienen. Auf Seite 9 des Digitalisats heißt es jedoch: "Jnt iaer M.ccccc. wolde dyt könink Hans wreken...")


Soester Fehde
Die Chroniken der westfälischen und niederrheinischen Städte. Zweiter Band: Soest. - Leipzig : Hirzel, 1889
(Enthält: I. Kriegstagebuch Dietrichs II. von Mörs; II. Lippstädter Reimchronik der Soester Fehde; III. Werler Reimchronik der Soester Fehde. Hochdeutsche Übersetzung des Kriegstagebuches in Die soestische Fehde oder Krieges-Geschichte des Erzbischofs Diederich zu Koeln mit der Stadt Soest.)



Übersetzungsliteratur





 

Sendbrief (offizielles Schreiben)



Sendbrief (1523c)
Van der grwsame tyrannessche miszhandelinge / so koninck Christiern des nhamens de ander van Dennemarcken / im Ryke tho Sweden beganghen hefft [29. Dezember 1523]
Gustav Wasa und die Stände Schwedens informieren Papst, Kaiser, Könige und Stände aller christlichen Länder über das Stockholmer Blutbad und teilen mit, dass sie Christian II. von Dänemark nicht mehr als ihren König betrachten. Siehe auch Sendbrief, 1523a.



Sendbrief (um 1535)
Warhafftich Bericht an alle Stende Düdtzscher Nation / wo vnde jn wath gestalt / de löfflyken Stede des Köninckrykes Dennemarcken / Copenhagen vnd Ellbagen / tho ytzigen Krige gedrungen vn<de> genödiget / Woruth mennichlick ermethen kann / dath solck Krygh / nicht vth der framen Borger wollusticheit / sonder vth groter auerswenckliken Besweringe / Vorderye vn<de> Tirannischem Regimente des Rykes Rades / vororsaket vnd angefangen.
(An die Stände deutscher Nation gerichtete Erklärung der Städte Kopenhagen und Malmö zu ihrem Konflikt mit dem dänischen Reichsrat. Nach dem Tode Friedrichs I. von Holstein waren in Dänemark bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen ausgebrochen, die erst 1536 mit der Übergabe des belagerten Kopenhagens endeten. Siehe auch Sendbrief 1523a, Sendbrief 1523b und Warhaftyge nyge tydynge 1535. Siehe ferner Wikipedia: Grafenfehde.)




Sendbrief (1546)
Domdecken vnd Capittel der Kercken tho Munster. [Dinxdage nha dem Sundage Exaudi Anno etc. xlvj. Borgermester vnd Raidt der Stadt Munster]
Bürgermeister und Rat der Stadt Münster fordern Domdekan und Domkapitel auf, der Einladung Franz von Waldecks zu einem Landtag auf dem Laerbrock Folge zu leisten. Offensichtlich hatte Franz von Waldeck sich das Domkapitel durch seinen Reformationsversuch zum Feinde gemacht. Siehe auch Sendbrief, 1540, Sendbrief, 1542 und Sendbrief, 1548.



 

Gelegenheitsschriften / Flugblätter / Streitschriften



Geyßpuscher, Ruprecht (1559)
Ein Warhafftich vnd Geloffwerdich Bericht / van dem Christlikem vnd saligem Affschede / des Dorchlüchtigesten / Grodtmechtigesten / Hochgebarnen Försten vnd Heren / Herrn Christian tho Dennemarcken / Norweden der Wenden vnd Gotte<n> Köninck / Hertogen tho Sleßwick / Holsten / Stormarn vnd der Ditmarscken / Grauen tho Oldenborch vnd Delmenhorst etc. Dem Godt guedich sy / vp dat korteste voruatet. Welckes mit sondrigem flyte na dem rechte<n> Original vth dem Hochdüdescken in dat Sassisck truwlick ys auergesettet. Jtem wo ock Kön. May. Do he tho Regimente gekamen / ys Gekrönet worden / wor / ock in wat Jare vnd Dage solckes geschen / Js mit der korte hir achter an gehenget. [Gedrücket tho Hamborch by Johan Wickradt dem Jüngern. Anno M.D.LiX]
(Nachruf auf Christian III. Siehe auch Meyer (1559a) und Meyer (1559b).)




Schrader, Christoph (1671)
Korte Verfatinge Des Magister wesens / wollmeinentlicken tohope gesocht un beschreven ; mit angefoigter Glückwünsckinge an den guden Olden düdschen Johan Ernst Schrader / Do öhm am Donnerßdage nah Sünt Iohannis im Jahr 1662. van sienem leven Vader de Magister Hoet uppesettet word. Nu wedder uppewarmet mit einer Toegawe an sinen muntern Broder Gottfried / Aß demsülven even de Ehre up glike wise wedder foer im groten Colleyen to Helmestee. am 12. Octobr. 1671.
Glückwunsch in Reimen von Christoph Schrader an seinen Sohn Gottfried Schrader anlässlich dessen bestanderer Magisterprüfung an der Universität Helmstedt. 1662 hatte dessen Bruder Johann Ernst Schrader teilweise dieselben gereimten Glückwunsche erhalten, mit denen dieser Druck beginnt. Ostfälische Mundart, die in der Professorenfamilie Schrader offensichtlich Umgangssprache war.





Warhaftyge nyge tydynge (1535)
Warhaftyge nyge tydynge van der Slachtynge de Jn deme Koenyngkryke tho Dennemargken gescheen yß / Jm Lande Fuene by einem: Stedtlyn Asseniß / genomet. Anno. etc. XXXV.
(Auf dem letzten Blatt steht: "Datum vppe deme Ossen barghe. ect. Alleyne Gade de Ehre." Von der Schlacht am Ochsenberg bei Assnis (Assens) auf Fünen am 11. Juni 1535. Siehe auch Sendbrief 1523a, Sendbrief 1523b und Sendbrief 1535. Siehe ferner Wikipedia: Grafenfehde.)



Wunderlike handelinge der Döpers to Münster yn Westfalen (1535)
Warafftich Berycht / der wunderliken handelinge / der Döpers to Münster yn Westfalen / wo sick alle saken / Yn vnd na eröuerynge der Stadt begëuen hebben. Ock wo alle handelynge eyn ende genamen hefft ect. [M. CCCCC. XXXV.]

Über dem Porträtkopf Johann Bockelsons auf der Titelseite steht: "Johan van Leyden Koning tho nyen Jerusalem / vnd der gantzen Werldt. Synes ölders / ym söuen vnd twyntigsten Yare." Bericht der Ereignisse während und nach der Rückeroberung Münsters, die die Wiedertäuferherrschaft in Münster beendete.

Siehe auch Christlike vnde Erbare erthöginge (1532), Tuchtordeninge (1533), Rothmann (1532), Rothmann (1533), Rothmann (1534), Rothmann (1535) und Münsterische Chroniken 2.


Wunderlike tydinge (1538)
Wunderlike tydinge van eynem Geldt Düuel / eyn seltzam / vngelöuelick doch warhafftich geschicht tho Franckfort an der Ader gescheen / vnd orkuntlick vthgegaen.
(Enthält zwei Aussagen zu einem merkwürdigen Vorfall mit vielleicht einem Fall von Geisteskrankheit. "Geschen vnd gegëuen tho Franckfört an der Ader / Dönnerdages am dage Lucie Anno xxxvij." und " Gëuen des Sönnauendes na Natiuitatis Christi. Anno ect. M. D. xxxviij." Auf Seite 7 des Digitalisats wird vom Hochdeutschen als "Ouerlendisck Düdesch" gesprochen. In Köln 1478a findet sich auf der zweiten Seite des Vorwortes der Ausdruck "ouerlant".)


 

Hochzeitsgedichte




Gaud Trost (1668)
Ein gaud Trost Vor dat leife / hüpske un smukke Junfern Volck Womid sei wedder den dullen Snack etliker narrischen Kerels (aß wan de Junfern op den Bömen wüßen) tau freeden gesproken werden: Aß Dei Wol-Ehrwördige Graut-Achtbahre un Wolgelährte HERR / Herr Paulus Prieffer Jn der Kohrförstl. Brandenb. Stadt Besekau deisignairte Superndent / Mit der Edlen Veel-Ehr un Dögendrieken Jungf. Christina Eleonora Des Weltbereümten un hauchgelahrten Mannes Herrn Hermann. Kaunrings op der Förstl. Julius Universität tau Helmstädt wolverdeinten Professers Eheliefliche Dochter Den acht un-twintigsten Dag des Haw-mandes in Helmsted Hochtied hadde tausamaesocht von Einen olden Düetsken Gedruckt nah Jacobi
(Gedicht zur Hochzeit von Paul Prieffer mit Christina Eleonora Conring, Tochter von Hermann Conring. Ostfälische Mundart.)


Gödeke, Andreas (1650)
Korte warhafftige Raise-vertellinge Naem Liek in Steinloh Op De Köst und Bruthlacht des Vörnehmen Deren Cratons CHAMIEL BICAJO uth Edlom Karc. Als desülffe mit Der Ehrenryken / und veeldögendtsamen Junffern J. CHARTITANEN Lohsten / Am 16 Dag des Harffst Mants im 1650 Jahrs syn Byliggen holen wolde. Jn schlichte Neddersassische Bronschwykische Rymen verfatet / und in hastiger Yll opgesettet Van eenem geringen / eenfoldigen Schaap-Heren / de syne Schäpkens leydet und weydet an der Ellern-Grönen-Aue / da he syn Water drinkket uth den Born der Erquikkniß mit Nahmen Seradan Dögeke / van NingenSchö. Gedrukket thom Bramboh.
(Hochzeitsgedicht. Seradan Dögeke/ van Ningenschö = Anagramm von Andreas Gödeke von Schöningen. Chamiel Bicajo = Anagramm von Michael Jacobi. J. Charitanen Lohsten = Anagramm von Catharine Holsten.)







Niedersächsische Einfälle (1654)
Niedersächsische Einfälle Von Frühzeitigen Freyern und Hagestoltzen Dem Edlen / Vesten / Großachtbahren und Hochgelarten Herrn Johan Heinrich Bossen Medicinae Licentiato und Wollbestalten Helmstätischen Stadt Medico Als selbiger Mit der Viel Ehr und Tugendreichen Junf. Anna Catharina Des WollEhrenvesten / Großachtbahren und Wollgelarten Herrn GEORG Creitzen Fürstl. Braunschw. Lüneb. Wollverordneten Ambtmans zu Jerxheimb Hertzgelibten Eheleiblichen Tochter den 4. Iulij Anno 1654. seine Hochzeitliche Ehrentage begieng überschicket Von einem guten Freunde. Helmstädt Gedruckt / bey Henning Müller.
(Niederdeutscher Text. Zur Hochzeit von Johann Heinrich Bossen mit Anna Catharina Creitz, Tochter von Georg Creitz. Der im Text vorkommende Ausdruck "Platdü(t)sch" dürfte einer der frühesten Belege des Wortes "Plattdeutsch" sein.)




 

Kataloge


 

Wörterbücher








 

Medizinische Literatur


Arstedyge boeck (1483)
Eyn schone Arstedyge boeck van allerleye ghebreck vnnde kranckheyden der mynschen.
(Der Text des Kolophons lautet: "Finitus est iste libellus herbarius Anno d<omi>ni Millesimo quadringe<n>tesimo octuagesimotertio in vigilia sancti petri ad vincula.")



Bock der arstedien (1484)
[Bock der arstedien van allen krankheyden vn<de> ghebreken des mynsche<n>. Lübeck, Bartholomeus Ghotan, 1484]
Auf der letzten Seite steht: "Mille quadringentis simul octuaginta retentis Jn quarto cristi pro laude dei decus isti. Hoc opus arte mei impressum Bartholomei Ghotan / degentis et in vrbe lubeck residentis."


Cuba, Johannes von (1492)
Hiir heuet an de lustighe vnde nochlighe Gaerde der suntheit [Lübeck : Steffen Arndes, 1492]
"Hyr endighet sik dat boek der krude. der eddelen stene vnde d<er> watere der mynsche<n> ghenomet (De ghenochlike gharde d<er> suntheit) de betheerto d<er> meynheit begraue<n> vnde vorborghen ghewest is. vnde nu den mynschen tho nutte gheapenbaret vnde in dat licht ghebrocht (vnde ghedrucket is dorch dat beueel Steffani Arndes inwaner d<er> keiserliken stat Lubeck) Na der borth vnses heren. Mccccxcij. Des got (mit alleme he<m>melschen heere) ghelauet vnde gheeret sy nu vnde to ewighen tiden.)"


Cuba, Johannes von (1520) Exemplar der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Dit is de genochlike Garde der suntheyt. to latine Ortulus sanitatis / edder Herbarius genömet / dar me ynne vindet alle arth / nature / vn<de> eghenschop d<er> Krudere / vnde der eddelen stene. Dorch welkerer krafft vn<de> döget de krancke gesunt / vn<de> de ghesunde minsche vor kra<n>kheyt bewart werde<n> mach. Jte<m> wo me<n> des minsche<n> water besen vn<de> recht richte<n> schal. Jte<m> yn dem ende desses bokes vindestu eyn register / dat dy behendickliken na wiset wor eyn yewelk krut / saet / sap / vnde eddel steen gud edder scheddelick to ys. [Lübeck, Steffen Arndes Erben, 1520]
Auf der letzten Seite vor dem Register steht: "Hir endighet sick dat boek der krude. der eddelen stene / vnde der watere der minschen / genömet De ghenöchlike garde der suntheyt / de vörmals den minschen to nütte gheapenbaret vnde gedruckt worden is / vnde up dat nye mit gantzem<m> flite ghecorrigeret vnd gedrucket in der Keyserliken stad Lubeck in saligen Steffen Arndes nagelaten druckerye. Na der borth unses heren. M.CCCCC. vnde. xx am sonauende na Vincula Petri. Des got mit allem<m> he<m>melschen here gelauet vnd gheeret sy nu vnd to ewigen tyden Amen."



Cuba, Johannes von (1520), Exemplar der Stadtbibliothek Lübeck
Dit is de genochlike Garde der suntheyt. to latine Ortulus sanitatis / edder Herbarius genömet / dar me ynne vindet alle arth / nature / vn<de> eghenschop d<er> krudere / vnde der eddelen stene. Dorch welkere krafft vn<de> döget de krancke gesunt / vn<de> de ghesunde minsche vor kra<n>kheyt bewart werde<n> mach. Jte<m> wo me<n> des minsche<n> water beseen vn<de> recht richte<n> schal. Jte<m> yn dem<m> ende desses bokes vindestu eyn register / dat dy benedichliken na wiset wor eyn yewelk krut / saet / sap / vnde eddel steen gud edder scheddelick to ys.

Der Text des Kolophons lautet: "Hir endighet sick dat boek der krude. der eddelen stene / vnde der watere der minschen / genömet De ghenöchlike garde der suntheyt / de vörmals den minschen to nůtte ghapenbaret vnde gedruckt worden is / vnde vp dat nye mit gantzem<m> flite ghecorrigeret vnd gedrucket in der Keyserliken stadt Lubeck in saligen Steffen Arndes nagelaten druckerye. Na der borth vnses heren. M.CCCCC. vnde xx. am sonauende na Vincula Petri. Des got mit allem<m> he<m>melschenn here gelauet vnd gheeret sy nu vnd to ewigen tyden Amen"








Valescus de Taranta (um 1484)
Ein ghud bewert regime<n>te dar mede en iewelik mynsche mach seker syn d<er> pestilencie.
Am Ende des Werkes steht: "Hyr heft enen ende dat klene bock van der pestilencien / ghemaket van deme vorluchteden manne vnde doctor / gheheten Valastus. van tarenta. des koninghes van Frankrike en arste. vnde was eyn vornamen arste der arsten. (Deo Gracias.) " Es folgt ein Gebet gegen die Pest. Darauf folgt auf der letzten gedruckten Seite der Eintrag: "Bartholomeus Ghotan impressit in Lubeck."


 

Literatur zur Seefahrt





 

Literatur zum Gartenbau


 

Kalendar/Astronomie/Astrologie/Weissagung/Traumdeutung















Winand, Heinrich (1604)
Almanach vnde Practica / van wedder / winde / glücke vnd vnglücke tho water vnd tho Lande / vp dat Jahr na der Gebordt vnsers HEren Jesu Christi. M. DC. V. Gestellet dörch HENRICUM WINANDUM Osenbrug. Scholae L. [Gedrücket tho Hamborch / Dörch Philip van Ohr. 1604]
Auf Seite 41 des Digitalisats findet sich ein weiteres Titelblatt folgenden Inhalts: "PROGNOSTICON Vp dat Jär na der Salichmakenden Gebordt vnsers HEREN vnde Heylandes Jesu Christi. 1605. Gestellet dörch HENRICUM WINANDUM Ossenbrug. Scholae L. Gedrücket tho Hamborch / Dörch Philip van Ohr." Auf Seite 42 des Digitalisats steht: "... den 11. Decembris disses thom ende lopenden 1604 Jahrs..."


 

Lieder





































 

Reime/Gedichte


 

Aberglauben





 

Romane/Erzählungen

Guido de columnis (um 1478) - Exemplar der Staatsbibliothek zu Berlin
[Hyr begynth de inuoringe des bokes der historien va<n> der verstoringe der stat Troye]
Am Ende des Buches steht: "De Beslutinge dusser historien.:. JCk Gwido van Columpna ... Hyr heft een ende de historie van der verstoringe der eddele<n> vnde mechtigesten stat Troya. de gedicht vnde gemaket is na der borth Cristi vnses heren dusenttwehu<n>dert vnde in deme lxxxvij yare."
Siehe auch Brandis, 1478.



Guido de columnis (um 1495)
Hyr begynt de inuoringe des bokes der historien va<n> der vorstorynge der stat Troye.
(Der Text des Kolophons lautet: "Gedrucket vn<de> vulendet in der louelike<n> stat Magdaburch. dorch Mauriciu<m> brandis etc. Laus deo")


Jean d'Arras (um 1477)
[Historie van eener koninginnen geheten Melusina]
(Fragmentarisches Exemplar. Siehe auch Brandis, 1478.)





Van Alexander (um 1478) - Exemplar der Staatsbibliothek zu Berlin
Historie van Alexander
(Siehe auch Brandis, 1478.)


Van Alexandro (um 1478) - Exemplar der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Van Alexandro deme groten koninge.:.
(Unvollständiges Exemplar. Siehe auch Brandis, 1478.)





 

Satire



Lauremberg, Johann (1652)
Veer Schertz-Gedichte / I. Van der Minschen jtzigem Wandel und Maneeren. II. Van Almodischer Kleder-Dracht. III. Van vormengder Sprake / und Titeln. IV. Van Poësie und Rym Gedichten. Jn Nedderdüdisch gerimet dörch Hans Willmsen L. Rost. Gedrücket im Jahr M.DC.LII.
Der handschriftliche Eintrag lautet: "Dies ist die wirklich erste bekannte Ausgabe von Laurembergs berühmten Veer Schertz-Gedichten, nicht wie Braune meint die dänische in Kopenhagen. Dies Exemplar ist ein Unikum u. darum besonders kostbar. 17.1.1911" Der handschriftliche Eintrag bezieht sich wahrscheinlich auf Niederdeutsche Scherzgedichte : 1652 / von Johann Lauremberg ; mit Einleitung, Anmerkungen und Glossar von Wilhelm Braune. - Halle a./S. : Niemeyer, 1879. Siehe auch die Besprechung des Werks von Daniel Georg Morhof am Ende des Buches.









 

Rätsel

 

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Letzte Änderung: 30. Mai 2018