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Parabel

Reineke Fuchs




















 

Hennynk de Han



 

Von anderen Ländern


Ghetelen, Henning (Übers.) (1508)
Nye vnbekande lande Unde eine nye Werldt in korter vorgangener tyd gefunden [Nürnberg : Georg Stuchs, 1508]

Am Ende des Werkes findet sich folgender Eintrag: "Also hefft dyt Boeck einen ende welker vth Walscher sprake in de Hoechdüdeschen gebröcht vnde gemaket is / dörch den werdigen vnde hoechgeleerden heren Josten Ruchamer der vryen künste vnde arstedyen Doctoren ect. Dar na dörch Henningu<m> Ghetelen vth der keyserliken Stadt Lübeck gebaren in desse sine Moderliken Sprake vorwandelt. Vnde dörch my Jürgen Stüchsen to Nüreinberch Gedrücket vn<de> Vulendet na Christi unses leuen heren gebort. M.ccccc.viij. jare am Auende Elizabeth der hilligen Wedewe<n> dede dar was am achteyenden dage Noue<m>bris des Wyntermaens."

Sammlung von Entdeckerberichten, die 1507 unter dem Titel Paesi novamente retrovati von Fracanzano da Montalboddo veröffentlicht worden ist. 1508 erschien eine von Jobst Ruchamer besorgte hochdeutsche Übersetzung unter dem Titel Newe vnbekanthe landte Und ein newe weldte in kurtz verganger zeythe erfunden, die ihrerseits Vorlage der Übersetzung Henning Ghetelens war.




 

Rechenbücher







 

Rechtsbücher




Dänisches Seerecht (1572), Exemplar der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Dat Denische Seerecht / Dat de Grodtmechtigeste / Hochgebarne Förste vnde Here / Her Frederick de Ander / van Gades gnaden / tho Dennemarcken / Norwegen / der Gotten vnde Wenden Köninck etc. Hefft vthghan lathen / Jn dem Jahre na Gades gebordt M.D.lxj. Dem gemenen Seeuarenden Manne thom besten : Wor na sick ein Jder Schipper / Schepesuolck / vnde ock andere / de ehren Handel thor Seewardt brwken / beide binnen vnde buten Schepesbordt schicken vnde holden schölen. Man vindet hirinne / wo men sick hirnamals mit den Wraken holden schal. Erstlick mit K.Mt. Fryheit tho Kopenhagen gedrucket / Dörch Lourens Benedickt. Vnde nu in gewandtlyke Sassische sprake gebröcht. Dörch. P.K. [Gedrücket tho Rostock By Johan. Stöckelman / vnde Andream Gutterwitz. M.D.Lxxij.]
(Siehe auch Waterrecht vnde Schypordeninge (1555) und Seerecht von Wisby (1589).)


Dänisches Seerecht (1572), Exemplar der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen
Dat Denische Seerecht / Dat de Grodtmechtigeste / Hochgebarne Förste vnde Here / Her Frederick de Ander / van Gades gnaden / tho Dennemarcken / Norwegen / der Gotten vnde Wenden Köninck etc. Hefft vthghan lathen / Jn dem Jahre na Gades gebordt M.D.lxj. Dem gemenen Seeuarenden Manne thom besten : Wor na sick ein Jder Schipper / Schepesuolck / vnde ock andere / de ehren Handel thor Seewardt brwken / beide binnen vnde buten Schepesbordt schicken vnde holden schölen. Man vindet hirinne / wo men sick hirnamals mit den Wraken holden schal. Erstlick mit K.Mt. Fryheit tho Kopenhagen gedrucket / Dörch Lourens Benedickt. Vnde nu in gewandtlyke Sassische sprake gebröcht. Dörch. P.K. [Gedrücket tho Rostock By Johan. Stöckelman / vnde Andream Gutterwitz. M.D.Lxxij.]


Der Stadt Flensborgh Erdtbock
Nachricht von dem Flensburgischen Stadt-Felde, als eine Beschreibung der Stadt-Gräntzen, welche Anno 1558. von Burgermeistern und Raht / und der gantzen Bürgerschafft beritten und verneuert worden, samt einem Verzeichnis der Gräntz-Steine, womit E. E. Raht und Bürgerschafft das Stadt-Feld Anno 1601 umbsetzen und bestapeln lassen. gemeinen Nutzens halber aus der Stadt Flensburg altem Erdbuche zum Druck befordert. Jm Jahr 1754.

Enthält folgende Dokumente des Rates der Stadt Flensburg zu den Grenzen des Flensburger Stadtfeldes im Jahre 1558 und den 1601 gesetzten Grenzsteinen:

  1. Anno 1558. am Midwecken na Oculi heffth ein Erbar Raeth der Stadth Flenßborch mit sampt der gantzen Burgerschop dat Stadtfelt bereden, vnd alle Schedinge vornyet, de tho niende nodich, vnd de wedder vp grauen lathen... Vnd is dat Stadtfelth wo nafolget beschreuenn vnd syn de Scheide gewesenn

  2. Anno 1601. Friedags na Johannis Baptistae... ist van dem gedachten Rade und der gemeinen Borgerschop na oldet Gewanheit dat Stadtfeldt ummetagen... Als ist vor rathsam angesehen worden,... dat men dat Stadtfeldt ummeherr von der einen Schede tho der anderen mit Schedesteinen ummesetten und bestapelen lathen wolde, welche ock also ist tho Wercke gerichtet, und de Steine darup de Bockstaff F. und de Jahrtall Anno 1601. ist gehouwen, hengesettet worden

Livländische Prozess- und Rechtsordnung (1539)
Formulare procuratorum Proces vnde Rechtes ordeninge / Rechter arth vnde wise / der Ridderrechte yn Lifflande / So wol yn den Stifften / alse yn Harrien vnde Wirlande / vnde gemennichliken ym gebruke auer gantzem Lifflande. Mutatis Mutandis. Dith Bock ys yn viff dele gedelet / vnde leret fyn / wo me saken / ym rechten anuangen / middelen / vnde endigen / Klage vnde antwerde / Vnde alle andere nödige dinge ym rechten schicken / formeren / vnde stellen schölle / Vnde ys ym xxxiij. jare / angeuangen / vnde ym xxxviij. geendiget / vn<de> se thor Prente / den Lifflendischen Junckern / Armen unde Riken / ock andern des Rechten / nodtrofftich / thom besten vthgesandt / Gott geue syne gnade / dat recht / recht / gefordert vnde gerichtet werde / dar vp de name des HEren / gepriset vnde ewich gebenediet werde / Amen. [Gedrücket vnde vullendet / ym M.D.XXXIX. yare am dörteinden dage des Heruestmaens.]
(Herausgegeben von Dionysius Fabri. Siehe auch Wikipedia: Livland und Chronica der Provintz Lyfflandt (1578) von Balthasar Russow.)












Holsteinisches Landrecht (1649)
Dat Holsten Land-Recht. So geholden ys im Jahr 1649.
Bereits Sachsenspiegel III, 64 erwähnt besondere Rechtsgebräuche einzelner sächsischer Landschaften: "Der yegenode is genoch binnen deme hertechdom de sunderlik recht willet hebben / alse Holsten / Sturmere vnde Hadelere..." ("Viele Gegenden im Herzogtum wollen im Besitz von besonderem Recht sein, wie Holstein, Stormarn und Hadeln...").




Jütisches Recht (1593), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
Dat Rechte Judske Lowbock Anno 1590 auergesehn / Corrigeret / vnde in dem Densken vorbetert: tho Copenhagen in Druck vthgegahn. Nu öuerst vth dem Densken in den Holsteinische Sprake / van Worde tho Worde / Alse dat beiden Spraken am negesten hefft geschehn mögen / Vp dat trüwlikeste gebracht vnde vmmegesettet. ANNO M. D. XCIII. Mit Kön: Mayt: tho Dennemar: Ock mit Ertz / vnde Bischo : Hochwerd : tho Brem : vnde Lübeck / beider Hertz : tho Schleß : Holstein Begnadinge. [Gedrücket tho Schleßwig / dorch Nicolaum Wegener. Cum gratia & Priuilegio ad decennium. ANNO XCIII.]

Das jütische Recht wurde 1241 unter Waldemar II. zum ersten Mal kodifiziert und darf als einer der ältesten Rechtstexte Dänemarks gelten. Da im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Textversionen entstanden waren, wurde das jütische Recht unter Christian IV. erneut kodifiziert und herausgegeben (Kopenhagen, 1590). Drei Jahre später erschien eine von dem Flensburger Amtsschreiber Blasius Ekenberger besorgte niederdeutsche Übersetzung mit einem Vorwort Christians IV. (Schleswig, 1593), durch das der niederdeutsche Text in den Rang einer autorisierten Übersetzung erhoben wurde.

Im eigentlichen Jütland galt das jütische Recht nur bis zur Einführung des dänischen Rechts im Jahre 1683. Da das Herzogtum Schleswig aufgrund seiner staatsrechtlichen Sonderstellung von den dänischen Vereinheitlichungsbestrebungen nicht betroffen war, galt dort weiterhin jütisches Recht, wobei der niederdeutsche Text stets mehr an Bedeutung gewann. 1603 und 1717 erschienen in Flensburg weitere Ausgaben des niederdeutschen Gesetzestextes. 1819 wurde eine niederdeutsch-hochdeutsche Ausgabe herausgegeben.

Der dänisch-deutsche Krieg (1864) und die Gründung des deutschen Reiches (1871) haben die Bedeutung des jütischen Rechts anfangs nicht geschmälert. Das jütische Recht wurde erst am 1. Januar 1900 vom Bürgerlichen Gesetzbuch ersetzt, das das Recht der verschiedenen Bundesstaaten des Deutschen Reiches und deren Landesteile vereinheitlichte. Als Gewohnheitsrecht ist das jütische Recht nach wie vor in Schleswig von gewisser Bedeutung. Es hat in den letzten Jahrzehnten Gerichtsurteile gegeben, die Bezug auf das jütische Recht nahmen.

Vorwort Christians IV.

Die Vorrede Christians IV. lautet: "WJ Christian de veerde / van Gades gnaden / tho Dennemarcken / Norwegen / der Wenden vnde Gotten / erwelder Köninck / Hertoch tho Schleßwig / Holstein / Stormarn vnde der Dithmarschen / Graue tho Oldenborch / vnde Delmenhorst / dohn k[n]<u>ndt hyrmedde Jdermennichliken. Nademe wy erfaren / vnde befinden / dat / wegen / des Jüdschen Lowbokes / in vnserm Ryke / vnde Förstend[d]<o>me Schleßwig / ein groth mangel / vnde gebreck / so wol by den Geprenteden Exemplarien (alse nicht weiniger) by den / de nicht gedrücket / sonder ein na deme andern vthgeschreuen syn / gefunden werden schal / dat vth densüluigen / in velen Lowbökern / Defect / vnde gebreck / gantze Sente[u]<n>tien an etliken steden / vnde Orden / vthgelaten / eins deils vnrecht Geprentet / vnde geschreuen / Ein part dat Densche vordunckelt / vorsettet / vorkeret / Dermaten / dat jdt van Jdermanne öuel / vnde quatlick kan vorstan vnde begrepen werden. Darher sick tho velen / vnde ofteren malen begyfft / dat in vörfallenden saken / de tho Rechte anwassen / vnde ingesettet werden / Vnde darup de Richtere Ordel / vnde Dohm / spreken schölen / Sonderliken de Hardeßvagede / mit grotem twyuel / in den Sorgen vnde Engesten beladen syn / Welckerem Lowboke / dem se folgen / vnde wor na / vnde wo se eren Dohm / vnde Ordel / Funderen / gründen / vnde recht spreken schölen."

"Darher denne vnde leue getrüwe / vnsers Rykes Rede / solcke eine nodttrofft / vnde gelegenheit / gantz wol bewagen / berathschlaget / betrachtet vnde eins geworden syn / datsuluige / na wolgeholdenem Rade / vor gudt / vnde nütte / angesehn / dat wy dat vörgeschreuene / Jüdske Lowbock mit dem aller besten flyte / alse mögelick gewesen js / wedderümme dorch sehn lathen / alle vnd jeder Defect / Mengel / vnde feyl / darinne efunden worden syn / vorbeteren / dat Olde vordunckelde Densch vnde de Vnbekanden Wörde / in eine reine Sprake vmmesetten / vnde vorbeteren laten / Dat datsüluige Recht / van Jdermanne desto beter / vnde klarer vorstanden werden mach / Vnde eine gewißheit des rechten Textes sy / vnde yder hebbe / worna he sine Sake anstellen / vnde wat dat rechte Olde Jüdske Recht js / weten möge."

"Deme thofolge wy ock datsüluige also hyrmede vp dat nye in der Holstein Sprake / in den Druck vth thogande / vnde jderem Jnwaner des Rykes vnde Förstendomes / ock Mennichliken tho nütte vnde besten tho vorköpende gnedigest befalen. Hyrmede ernstlich gebedende vnde vorbedende / Dat alle Dömere / Richtere / Hardeßvagede / ock Börgermeistere / Rath / Stadtvagede / so in Jüdtlandt / Fyne / Lagelandt / vnde in vnsem Förstendome Schleßwig / vnde allen anderen Steden / vnde Orden syn / dar dat Jüdsche Lowbock gebruket wert / vp alle Saken / de in Gerichte vörfallen / ere Ordel / vnde Dohm / darna Richten / Vellen / sick vorholden / als datsüluige ludende / vnde vthwysende js / vnde dar nichtes wedder tho handelende / Dergestalt dat alle / vnde jder Sake / de in dat Recht gesteuenet / vnde darup geklaget wert / van Eddel / Vneddel / Armen vnde Ryken / dem Jnlendischen alse Vnlendischen / wat Recht / vnde Rechtferdicheit js / wedderuaren möge. Darmit de Alweldige Godt / desto gröter / vnde Ryker Benedyunge / vnde Segen / auer dat Ryke / vnde Landt / günnen vnde geuen wolde / dat Ryke / vnde de Lande / desto Godtseliger vnde gelückliker / tho Regerende / den Armen Vnderdanen / nene wythlöfftige Processe / vnde schware vnnödige Vnkost / nicht vpgedrungen werden. Worna / alle vnde jeder / Jnsonderheit vnses Rykes / vnde der Förstendöme Vnderdan / vnde Jedermennichlick sick tho richtende hebben schal. Datum vp vnserm Schlate Anderschow [Das ehemalige Kloster und spätere Schloss Antvorskov lag bei Slagelse auf Seeland.] / den 20. Nouembris / Anno 1592."

Vorwort Blasius Ekenbergers

Die Vorrede des Flensburger Amtsschreibers und Übersetzers Blasius Ekenberger lautet: "Dem Dörchlüchtigesten / Grothmechtigen / Hochgebornen Försten vnd Herren / Hern CHRISTIANO des Namens dem IIII. tho Dennemarcken / Norwegen / der Wenden vnde Gotten erwelten Könige / Hertogen tho Schleßwig / Holstein / Stormarn vnde der Dithmarschen / Grauen tho Oldenborch / vnde Delmenhorst / sinem aller gnedigsten Könige / Landes Fürsten / vnde Hern wünschet Blasius Ekenberger / Bürger der Königlichen Erffstadt Flenßborch / Gnade Heyl / gelücke vnde ewige Wolfart / van Gade dem Allmechtigen / dorch JEsum CHristum Amen."

"DOrchlüchtigeste / Grothmechtige König gnedigeste Here / De vordrepentlike wyse Heyde Plato secht in sinem Dialogo Protagoro. Jck holde jdt daruör / dat de Gerechticheit ein Hillich dinck sy / vnde de Hillicheit sy Gerechticheit. Welckes effte wol Hochwyse / vnde Scharpsinnige Lüde / klögelen mochten / dat de Gerechticheit ein anders / alse Hillicheit: vnde Hillicheit ein anders. alse Gerechticheit were? Scholde ick doch dat darhen stellen. Dat euen so vele Hillicheit by weme befunden / sick de Gerechticheit darup vtheren würde. Derwegen geruhen / dat / dat / de Gerechticheit were / de dem Gesette folgede."

"Wo euen de Ehrwerdige / in Godt Her Kanutus / Bischop tho Wyborch / Vnde der Rechte Doctor / Anno M. D. VIII. na Christi Gebordt (Do he dat Jüdske Lowbock / dat An. MCC.LXXX tho Waringborch / van dem Dörchlüchtigesten Grothmechtigen / Könige / Sancti Kanuti / Hertoges tho Ringstede Söns Söne Woldemaro / des ersten Woldemari Söne / in bywesende siner Söne / de domal weren / Könick Erick / Hertoch Abel / vnd Juncker Christoffer / sampt den Acht Ertz / vnde Bischoffen / vnde der besten Menne des Rykes / gegeuen vnde beschreuen was / CC.XXVIII. Jahr darna / in der Latinischen / vnde Denschen Sprake mit sampt etlichen allegationibus, vnd Commentarijs, thosamende vorfatet) vth Copenhagen in den Druck vthgahn laten / balde in dem anfange / vor an mit dissen Worden gesettet hefft. Met Low skal mand Land bygge / etc. Dat js: Dorch vnde mit Rechte / schal men Landt vnde Lüde regeren. Vth den Orsaken / Würde sick jder an dem sinen genögen laten / so were nener Rechte Böker nödich: Darmede he införet / Dat dem Gesette folgen / dat sy beide Hillicheit / vnde Gerechticheit."

"Darher de Könincklike Prophete Dauid römet / dar he sprickt: Du HERE heffst dat Recht / vnde Warheit leeff / vnde vorhatest de Vngerechticheit." [Psalm XLV, 8, Hebr. I,9.]

"Wat mach edder kan derwegen GOdt in dem hogen Hemmel / ein gröter / angenemer / vnde wolgefelliger / denst syn? Als wen ein Ryke / Landt / vnde Lüde / mit Gerechticheit vnde Hillicheit mögen Administreret werden / vnde de Vnderdane demsüluigen gehorsam leisten. Weil kein Regeringes Standt / wedder Geistlick / Weltlick. Keine Stadt / kein Huß / ane enicheit vnde Frede / Gelück / Segen / Wolstandt / effte einich gedye hebben kan? Welckes alles dorch eine gewisse anordninge der Rechte / vp solcke wyse / vnde mate / geschehn moth / als ferner in dem Prooemio van dem Rechte / vnde der Gerechticheit Tracteret wert / Dar dat Recht vnde de Warheit / jegen ein ander im textu Lib. 2. Cap. 7. geföget vnde gesecht wert. Veritas semper debet praeiudicare [sic!] legi, id est. De Warheit schal stedes dem Rechte vörgetagen werden. Vnde dat Recht / schal der Warheit Denerinne syn: tho fragen / vnde tho förschen / wor de Warheit im twyuel js. Vnde söcht also dat Recht / wat de Warheit js."

"Wenn den de Warheit ock vnder gescheden / vnde entweder / Apenbar / edder öurst vorborgen / edder Twyffelhafftich js / kan edder mach desüluige ane eine gewisse Recht / nicht erförschet / effte bestediget werden."

"Worher / Sintemal dat Jüdske Lowbock / im anfange / als vörangetagen js / vth erster Edition im Latine vnde Denschen: Jtem als jdt Anno M. CCCC.LXXXVI. vth dem Denschen in de Holsten Sprake (ane alle Jntitulation) ock in den Druck vthgegahn js / befunden wert: dat jdt an velen örden defect / vull Menden / Mutilereret, öuel gedrücket / vorsettet / Vnde hernacher vele mehr / dorch dat mennichfoldige vmmeschriuent der jennen / de gelyke flytich / geliken vorstandt / vnde wetenschop der Sprake / vnde des Rechtes / nicht gehat hebben / Adulterert, vordunckelt / vnde vorwirret gemaket worden / dat an velen Orden datsüluige nicht wol hefft vorstanden werden können / Sonder vaken vnde mennichmal / ock de Dömere / Vögede / vnde Richtere / de vp vörfallende saken / Ordel / vnde Recht geuen scholden (wo gerne se ock / wat Recht vnde gudt js / hedden dohn willen) wegen der vngewißheit der Texte / wedder eren egen willen / jrre gahn / vnde feylen möten."

"Dat nu solckem Vnrade gehulpen / vnd vth dem Wege gerümet würde. Hebben J.K.M. ein Römlich / Godt wolgefellich / Könicklick / vnde dem gantzen Ryke vnde Landen hoch nütbar Werck / Anno 90. an de Handt nemen / vnde vullenden laten. Jn deme J.K.M. dat Jüdske Lowbock / wedderümme vp dat nye auersehen / Corrigeren / dat Densche vorbeteren vnde vth Copenhagen in den Druck vthgahn laten. Worna effte wol / alse na einem Richteschnore / eines rechten hellen / klaren Textes / dat Ryke / Lande / vnde Lüde / de mit dem Lowbokes Rechte begauet syn / vnd dessüluigen sick in erem Foro / gebruken / alle Klage / vnde Sake / de vor Gerichte kamen / affgehöret / gerichtet / geördelt / vnde gedömet werden können. So wert doch menniger / binnen vnde buten Rykes geseten / Gemene vnde Priuat Persone / befunden / De de gemene dachlike Densche Sprake / wat en in erem Handel vnde Wandel nödich js / wol vorstahn können / Nicht tho weiniger / groten mangel daran hebben / dat se dat Landt Recht / Jnsonderheit de Terminos juris, in der Denschen Sprake / vnde wat dat Recht fördert / vnde hebben wil / recht wol vorstahn scholden:"

"Sintemal den ock dat Löfflike Förstendohm Schleßwig / mit demsüluigen Lowbokes Rechte begauet (wo sick datsüluige Anno 73. in der Publicerten Landtgerichtes Ordninge / dat in demsüluigen Hertochdome alle Gerichtsaken / na older gewanheit / vnde na dem Lowboke affgehöret / Ordel / vnde Dohm / darna gespraken werden schölen / daranne vorbunden hefft) Js nicht ane / dat jnner / vnde vtherhaluen der Empter / ein herlike antall / der vam Adel / de ere Güder im Förstendohme hebben / der sprake öuerst / inso[u]<n>derheit im Lowboke so gar wol nicht entbinnen syn / dat se alles in sinem vorstande / wat jder Wordt eigentlick bedüdet / vorstünden. Derwegen nicht alleine de vam Adel gewünschet / vnde vorlangen gehat / dat se eine gewisse erkleringe / darup hebben mochte / Sonder hefft de gemene Man / vnde Jnwaner des Landes / de am meisten mit Vnrechte beschweret werden / darümme sick gesenet / dat se dorch vth solcker erer begehr geweret werden mochten / einen gewissen Düdeschen Text vor sick hedden."

"Darher hebben vele Wolmenende / Gudthertige Lüde vor gudt angesehn / darmit men disses Lowbokes Rechtes eine gewißheit hedde / Darhen tho trachten / dorch wat middel / Persone / se des mochten geweret werden."

"Vnde als denn ick / ein Vnbedarue / J.K.M. Hern Vaders vnde Grote Vaders / Hern Frederici des Andern / vnde Hern Christiani des Drüdden vor 46. Jahr / Amptschriuer tho Flenßborch geworden / Vnde nu dryer Könige / olde getrüwe Dener / vnde Börger der Stadt darsüluest / ane allen vntemliken Rohm / jhe vnde alle wege / van Jöget vp / ein flytich Leser des Lowbokes / vnde Leffhebber des Rechtes / des Vaderlandes / gewesen bin: wat in Neddrigen / vnde Auergerichten / vp Rechtesdage vörgefallen / vnde sick thogedragen / flytich angemercket / vnde my angelegen syn laten hebbe. Hebben J.K.M. (alse nicht weiniger Förstliker G.) Rede / vnde Amptlüde / mine günstige Heren vnde Patronen: sick wolgefallen laten / vnde vor gudt angesehn / my ock dartho gereitzet vnde erinnert / Jck my der Arbeit vnderfenge / de nye vörangetagene Densche Edition des Lowbokes / vnder de Handt neme / in recht gudt vorstendtlick Holstein Düdesch Verterde vnde vmmesettede / gemeinen nütte tho dem besten: Darmede dem gantzen Lande eine gewißheit eines Rechten einformigen Textes dar were / Vnde nemandt dorch vth / der Vnwetenheit des Rechtes des Vaderlandes / sick tho beseggende / effte vörthowendende / hadde."

"Hebbe ick / in Namen Gades / my der Arbeidt / mit solcken Trüwen vndergenamen / vnde mit dem mögelicksten / vtersten / flyte / als dat jümmerst hefft geschehn können / vnde mögen / Vnde dat Holstenische / deme Denschen / am enlikesten / vnde egentlikesten / bygebracht werden mögen: van Worde / tho Worde / Verteret, vnde vmmegesettet: Doch de Denschen Ideomata, in erer natürliken Sprake / gelaten / erem Vorstande vnbenamen: Dat Holsteinische darby gesettet / vnde solckes / den Edlen / Gestrengen / J.K.M. Hochwysen Regerins Reden / Censur, vormiddelst / Des ock Edeln Gestrengen vnd Ehrenvessten / J.K.M. Stadtholders in den Förstendohmen / Schleßwig Holstein / etc. Hern thom Bredenberge / Hinrich Rantzowen / Mines werden leuen Hern Patron / vnde Maecenatis Recommendation, tho Anderschow vnderdenigest vndergeuen. De solcke mine Version, Dem ock Hochgelarden / Erbarn / Hern Georgen Schomaker der Rechten Doctori / also fort mit flyte tho Reuideren, vnder sine Hende gegeuen / Vnde na getrüwer Reuision, wat etwa dunckel vnde twyuelhafft nagebleuen / de mengel vortekent / Dem Edlen Gestrengen vnde Hochberömeden / Hern Niclas Kaas / des Rykes Regerungs Rathe / vnde Cantzelern / Erffgeseten tho Tarupgarde / offereret: Van derer Gestrengen vnde Herlicheiden / desüluigen Reassumeret, Iustificeret, Vnde van J.K.M. my darup gnedigest Priuilegium gegeuen worden / dat datsüluige Lowbock / in der Version, der Holsten Sprake / vp mine egen Vnkosten (in X. Jaren öuerst van Nemande na tho Drücken) vthgahn / vnde vorköfft werden mochte."

"Also hebbe ick solcke / mine schware Arbeit / vnde grote Vnkoste / tho ewiger Danckbarheit / J.K.M. dem gantzen Ryke / vnde Vaderlande tho gude / (Dem ick my vterster vormögenheit / Lyues vnde Blodes / gewerdich tho syn / Erkenne) gerne anwenden / vnde disse mine Version, vnde Arbeit / J.K.M. als minem aller gnedigesten Könige / Landesfürsten / vnde Herrn / in aller vnderdenicheit / vnde Demoth / dediceren / vnde thoschriuen / willen. "

"Darmit ick / solcker miner Version, vnde Arbeit einen bequemen / vnde Hogen Patronen erlangen / vnde hebben mochte / de my vmme disse mine Translation, vnde Vordüdischinge / van den vnnütten Müleren / vnde Vorachteren gnedigst Schütten / vnde Schermen konde / vnde wolde."

"Vorhape ick nicht weiniger / J.K.M. werde an disser Version, nicht alleine ein gnedigest gefallen dragen / Mit gnaden / vnde gunsten / alse Landt vnde Lüden / nütte / vnde nödich / tho einer Nyen Jahres Gaue annemen / Myn gnedigeste Köninck / vnde Herre syn / vnde blyuen / Sondern gelöue ock / desuluige dat thom besten vorstahn / vnde in Gnaden jegen my / alß einen XLVI. Jarigen Olden getrüwen Dener / erkennen werden."

"De Ewige / Barmhertige / gnedige Godt / vnde Vader sines leuen Söns JEsu CHristi / de wolle sick J.K.M. sampt dersüluigen Ryke / Lande / Lüde / Förstendöme / vnde Herrschafften / tho allen Gnaden beualen syn laten / J.K.M. ein Godtfrüchtich / güdich / vorstendich Herte / vorlehnen / de Warheit tho leuende / Gerichte vnde Recht tho Administrerende / dat Gades Ehre / vnde erbredinge / sines Gödtliken Wordes / vnde Hilligen Namens / vnder einen wolwilligen gehorsame der Vnderdanen / vnde langwarendem bestendigem guden Regimente / in Frede / tho gedye vnde vpnehmen / tydtliker vnde Ewiger Saligen Wolluart / erholden werden möge / Amen."

"Datum Flenßborch den 2. Januarij / Na Christi vnses enigen Rades / Trostes vnde Heylandes / Minschwerdinge / vnde Salichmakende Gebordt / Jm J. D. XCIII. Jahre."

"J.K.M. Getrüwe vnde gehorsame Börger tho Fle<n>ßborch. Blasius Ekenberger."

Siehe auch das Repertorium (um 1595).


Jütisches Recht, Ausgabe 1593: Repertorium (um 1594)
DISPOSITIO Des Handtbockes / Darinne de gantze Jnholdt des Jüdschen Lowbockes / mit den Condordantijs der Recess : Handtuesting : vnd Thord Deghn : Ock vth den Constitutionibus Regnum Daniae, ect. Jn XXXI. Distinctiones thosamen getagen / vnd alle Denische Idiomata vorklaret syn / mit etlicken anhangenden Processen der Sandtmenne / Neffningen / vnd der Eedes Handt: Vnder welcken dren Tochmalen / de gantze Praxis des Könings Woldemari Lowbockes vorfatet is.
(Repertorium zur Ausgabe 1593.)

Am Ende des Repertoriums heißt es: "Vnde sonst vele andere Dinge / de tholesende vnde tho wetende nütte vnde nödich syn / mit grotem flite vnde arbeydt tosamende gebracht: per B.<lasium> E.<kenbergerum> L.<ubecensem>"

In der Ausgabe von 1593 hatte Ekenberger die dänischen Rechtsbegriffe unübersetzt gelassen und diese nur mit kurzen Erklärungen in niederdeutscher Sprache versehen. Offensichtlich reichte das nicht, weswegen der Absatz der Bücher zu wünschen übrig ließ. In dem auf Michaelis 1594 datierten Vorwort seiner Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf gewidmeten Erklärung der dänischen Ausdrücke schreibt Ekenberger: "Jst mir doch bißhero an meinen vielen angewanten Vnkosten eine treffentliche hinderunge gewesen / das nur der blosse Text de verbo ad verbum reddieret / vnd die Denischen Jdiomata et Phrases nicht expliciert geblieben sein / Das / wie manniger sich gesinnen vnd hören lest / wan er der Explication der vnuerstendtlichen Denischen Wörter mangelen solte / jhme an der blossen Version weinig gedienet were / Daher weinig Exemplaria biß daher abgangen sein."

Ekenberger reagierte auf die Kritik mit dem Verfassen einer alphabetisch geordneten Erklärung der dänischen Rechtsbegriffe und einem Repertorium, das das jütische Rechtsbuch inhaltlich erschloss. Leider erläutert Ekenberger nicht, warum er die Erklärung der dänischen Ausdrücke in hochdeutscher Sprache verfasst hat. Vielleicht hat man den Grund in der Person Johann Adolfs von Schleswig-Holstein-Gottorf zu suchen, dem die Schrift gewidmet war. Das Repertorium jedoch hat Ekenberger wiederum in niederdeutscher Sprache verfasst.

Die von Ekenberger ergriffenen Maßnahmen waren wie auch immer erfolgreich. 1603 war die Ausgabe von 1593 vergriffen.

Im Vorwort zur zweiten Ausgabe von 1603 schreibt Ekenberger: "Darher ick nochmahls bewagen bin / dewyle der olden gedrückeden Exemplar weinich vorhanden / mennichlykem by yder manne tho sunderlyken deensten / vnde gefallen desüluigen translation thom andern mahle in twe Deele in Druck tho geuende / dem rechten Texte vnaffgebraken ock nicht thogesettet / alleine mit bygefögedem Repertorio, Vnde Vorklaringe der vnbekanden Denschen Wörde / vnde etlyker Dinge mehr / de dem flytigen Leser vörhen vnbekandt gewesen / tho lesende lustich / tho wethende anmödich vnde tho gebrukende nütte vnde nödich / mit vormeldinge der antalle der Harrit im Ryke belegen / Wo veel der syn. Explication des Wapens. Introduction vnde Anleydinge einer kleinen Tabulen darinne klerlyck begrepen in dren Thowmahlen / De gantze Vorstandt vnde practica des Lowbokes mit einem Register auer yder Boeck in Versche vorfathet / Woruth balde vnde lichtlyck ein yder vthwendich lehre vnde beholden / vp den Vingeren (alse syn Pater noster) herseggen / vnde wat in yderem Capittel tracteret wert / vortellen kan."

In der Flensburger Nikolaikirche, wo Ekenberger begraben sein soll, hing früher ein Bildnis, das ihn gegen Ende seines 77. Lebensjahres zeigte. Unter dem Bildnis befand sich folgende Inschrift:

"Ingens Lubecum genuit me, Lipsia culta"
"Formavit mores; Flenopolis thalamum."
"Qualis erat facies, quum septuagesimus annus"
"Septimus effugeret, picta tabella refert."

Die Muttersprache Ekenbergers, der in der ersten Hälfte des 16. Jhs. zu Lübeck geboren worden war, dürfte mit einiger Sicherheit das Niederdeutsche gewesen sein. Seine Ausbildung erhielt er aber wohl im hochdeutschen Raum, nämlich in Leipzig, worauf die Worte "Lipsia culta formavit mores" hindeuten. Auf jeden Fall muss er eine Zeitlang in Leipzig gelebt haben.




Jütisches Recht (1603), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
SECUNDAE EDITIONIS des Jüdtschen Lowbokes / So Anno 1590, in dem Denschen Repurgeret vnde Correct vth Kopenhagen: Folgende Anno 93, in de Holsteinsche Sprake vmmegesettet / tho Schleßwich in den Druck vthgeghan. Nu auerst wedderümme auergesehen / De Text van Worde tho Worde / vngeendert gelathen / mit velen schönen vnd fynen additionibus vnd concordantijs aller beschreuenen Denschen Rechte / locupleteret, welckes alles vnde yder insunderheit tho ende dissem Texte angehangen ys: PRIMA PARS. Dörch Blasium Ekenberger Lübeccensem / Börger der Stadt Flenßborch / mit sunderm grothen Flyte / allen de Godt vnde dat Densche Recht leeff hebben tho gude thosamen beschreuen / Anno 1603. Anno M. Dc. III.
(Auf Grundlage der Ausgabe von 1593.)

Die Vorrede des Übersetzers Blasius Ekenberger lautet: "EDle / Gestrenge / Ehrenveste vnd Hochwyse Könincklyke Stadtholder / ock Könincklyke vn<de> Förstlyke disser Förstendhome Schleßwig vnd Holstein / Hochwyse Räde vnd Amptlüde / veel günstige gebedende Heren / Na deme vor weinich / in dem affgelopenen 93. Jare / vth sunderliker inbrünstiger thoneginge / vmme dat Heyl des Vaderlandes / de ock Edle / Gestrenge / ytzo in Godt rouwende Christlyker Gedechtnisse / Here Hinrich Rantzow vp dem Bredenberge / Erffgeseten beyder Förstendhome Schleßwich vnde Holstein Stadtholder / Juwer Edle gestrenge vnd Herlichheyden geleuede Vader / Vedder / Ohm vnd Schwager (Myn gebedender Here vnde werde Maecenas) Vmme desüluigen Förstendhome / wo nicht weiniger / vmme dat Ryke Dennemarck sick wol vördenet gemaket / ye vnd alle wege / mit allem flythe in vederlyker vorsorge / darhen getrachtet vnd na högestem Vormögen de gantze Tydt synes Leeuendes bearbeydet hefft / Dat gude Corrspondens vnder dem Ryke vnde Förstendhomen / in den Landen gude Politi Ordening geholden / Dat Vaderlandt mit Gerichte vnde Gerechticheit (So wol alse vnder den familien gude Einicheit) erholden / vnde fründtlyck blyuen möchten."

"Hebben syne Gestrengheit insunderheit alse dat Jüdtsche Lowboeck Anno 90. Dörch den Edlen Ehrenvesten vnd Hochgelarten Niclaus Coessen Kön: May: tho Dennemarck Rath vnd Cantzelern tho Tarup Garde Erffgeseten / vp dat Nye vth dem olden vnuorstentlykem Denschen in reiner vnde vorstendiger Densch repurgeret / Dat vordunckelde Densch vorklaret / dat dörch dat vnflytige vmmeschryuent vorfelschet was / wedder gebracht / de mangel erfüllet / vnd in sölck eine Richticheit in den Druck gegeuen / dat yder Vaget / de dem Gericht vörgesettet / alse na einer Richtschnoer den Text Rechtes vör sick hedde. Demna he alle Jrrige Saken / in den Landen / da na Lowbokes Rechte gerichtet vnd Sake entscheyden werden möthen / wo nicht weiniger yder billyker Minsche syne egene Sake darna richten / Vnkost vorhöden vnde sick vor Schaden wachten könde / sick mit dem högesten angelegen syn lathen. Dat ock by den yennen vam Adel de der Denschen Sprake vnkündich / dennoch wegen erer Erffgüdere ein sunderlyck interesse hebben / wat de Densche Rechte vormögen vnd in sick holden / wethen möchten. Vorerst / dat de gemelte repurgerte Edition getrüwelyck verteret vnde in Holsteinsche Sprake vmmegesettet wörde / getrachtet."

"Darnegest alse datsüluige vp syner Gestrengheit ansehen / van my mit nicht geringem Arbeide vnde Flyte geschehen ys / nicht vnderlathen / darhenne by dem Hochwerdigen / Dörchlüchtigen / Hochgebarnen Försten vnd Heren / Johan Adolffen / Eruen tho Norwegen / Bisschop tho Lübeck / Hertogen tho Schleßwich vnd Holstein ect. Mynem ock gnedigen Försten vnde Heren / wo by dem Könincklyken (domahls Regerings) Räden tho bearbeiden / dat sölck transfererde Lowboeck / So van den Könincklyken Räden tho Rypen in Druck vththoghande angeordenet was (nicht auerst vmme mangel des preli vor dat mahl alldar geschehen können) tho Schleßwich in Druck vthginge / darup van beyden Heren privilegium in jo. Jahren nicht na tho drücken erworuen."

"Efft nu wol bauen myne schware Möye vnde Arbeit ick vor dat mahl / an dem grothen Vorlage / So ick daran gewendet / tho kort gekamen vnde tho Erstading mynes Vnkostens nicht wedder erlangen mögen."

"So ys my doch eines Deels eine sunderlyke anmodige ergetzinge mynes erledenen Schadens gewesen / dat dennoch veel hoges vnde neddriges standes Persone / eddel vnde vneddel myne Arbeit sick hebben gefallen lathen / leeff vnd werth holden."

"Darher ick nochmahls bewagen bin / dewyle der olden gedrückeden Exemplar weinich vorhanden / mennichlykem by yder manne tho sunderlyken deensten / vnde gefallen desüluigen translation thom andern mahle in twe Deele in Druck tho geuende / dem rechten Texte vnaffgebraken ock nicht thogesettet / alleine mit bygefögedem Repertorio, Vnde Vorklaringe der vnbekanden Denschen Wörde / vnde etlyker Dinge mehr / de dem flytigen Leser vörhen vnbekandt gewesen / tho lesende lustich / tho wethende anmödich vnde tho gebrukende nütte vnde nödich / mit vormeldinge der antalle der Harrit im Ryke belegen / Wo veel der syn. Explication des Wapens. Introduction vnde Anleydinge einer kleinen Tabulen darinne klerlyck begrepen in dren Thowmahlen / De gantze Vorstandt vnde practica des Lowbokes mit einem Register auer yder Boeck in Versche vorfathet / Woruth balde vnde lichtlyck ein yder vthwendich lehre vnde beholden / vp den Vingeren (alse syn Pater noster) herseggen / vnde wat in yderem Capittel tracteret wert / vortellen kan."

"Deme thofolge / ys vth der Denschen vnd Latinischen translation in vnse Holsteinsche sprake vmmegesettet de Constitution VVoldemari dörch den Rechtesgelehrden Manne Lille Thord Deghen in dem Parlamente tho Nyborch / vp Köninck VVoldemari, vnde der Rykes Stende Bewillinge thosamen getagen / Confimeret vnde dem Denschen vnde Latinischen Lowboke / So Anno 1508. tho Kopenhagen angedrucket gewesen ys / beth anhero auerst in der Düdeschen Sprake nühe gelesen / ock in Druck / mit resolution der olden Münte vnde anders veel mehr guden Dinges tho wethende nütte vnde nödich in den Druck vthgeghan / alse dat vp dem vöfften Blade in specie vortekent ys / welckes alles vnd ydes vth flytiger langer observation van 56. Jahren her / eines deels ock vth der vördreplyken Heren Rykes Räden vnd Cantzelern Heren Johann Friesen / Heren Niclaus Coesen Bökeren / vnde anderen hochwysen Menner Schrifften / ick thosamen gelesen / ock by Juwer Gestrenge / Ehrenveste vnde Herrlicheiden Väderen vnde vhrolden Tyden / in Gerichten / dar ick vnwerdich in myner deenstwarding van Kön: May: mynen gnedigsten Köningen vnd Heren Christian. III. & Frede. II. in den Gerichts Dagen ein Schryuer angeordent gewest bin / süluen erfaren / den Nakömelingen na vns tholatende / vnd daruan Wetenschop tho hebbende / nicht vnbequeme erachtet."

"Derwegen wolle Juwe Ehrenueste / Gestrenge vnde Herrlicheide disse myne vnderdeenstlyke Ertöginge tho gunsten vnde gudem gefallen / van my dancknemich annehmen / Myne günstige Heren / Patronen vnde Maecenaten, alse dersüluen Vedere vörher allewege / my mit allen gunsten / nicht weiniger ock gewagen gewest / ock syn vnde blyuen."

"De ewige Barmhertige Godt / wolle J.E.G. vn<de> Herrlicheit sampt vnd besunder sick tho gnaden befahlen syn lathen / Dörch de Gaue synes hilligen Geistes yuw allen ein Godtfrüchtich / güdich / vorstendich Herte vorlehnen / De Warheit / Gerichte vnde Gerechticheit / dermathen tho administreren, dat der leuen hilligen Engel Loffgesanck Gade im Hemmel syne Ehre / Frede vp Erden vnde den Menschen ein Wollgefallen daranne in alle Ewicheit wedderfahren möge / dörch Christum vnsen HEren Amen."

Siehe auch das Repertorium (um 1603).







Lübecker Recht (1509)
Dat recht der Stadt Lubecke (Auf der letzten Seite steht: "Gade sy loff. Dusent vyffhundert vnde neghen.")







Mecklenburgische Verordnungen, Statuten und Satzungen (1542)
Ordeninge Statuta vnnd Settinge / Dorch de Dorchluchtigenn hochgebornen Försten vnd Hern / Hern Hinricken vnd Hern Albrechten gebrüder / Hertogen tho Meckelnborch / Försten tho Wende<n> / Greuen tho Swerin / Rostock vn<de> Stargardt der Lande Heren / jn gemelten erer Förstlicken gnaden Förstendomen / Landen / Steden vn<de> Gebeden / dem gemeinen nutte tho forderinge vn<de> gude / mit vorgehattem Rade / weten un<de> willen der Stende erer Förstendomer vn<de> Lande / van Prelaten / Ridderschop vnd Steden / upgericht / vppet nye besichtiget / vnd doch mit etlicken weinigem thosatte / vormeret / vnd gebetert / einmödichlick / tho holden angenamen / vnd bewilliget / Jm jare na Christi unses leuen Heren gebort / Veffteinhundert / vndd thwe vnd vertich / Dorch ere Förstlicke gnaden / Eren vnderdane / jn den Druck publiciert / vorkundigt / vnd vnuorrugklich tho holden gebaden.






Landrecht von Overijssel (1559a), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
Landtrecht van Auerissel. Tho samen gebracht vnde vthgelecht / Dör Melchioren Winhoff. Gedrückt tho Deuenter / By Simon Steenberch. Anno 1559

Gesammelt und erklärt von Melchior Winhoff. Das Werk ist in klassischer niedersächsischer/niederdeutscher Sprache verfasst.

Ursprünglich hatte Overijssel zum westfälischen Kreis gehört, ist aber 1548 durch den Burgundischen Vertrag zum burgundischen Kreis gekommen. Durch den Burgundischen Vertrag wurde der burgundische Kreis als nicht zum Heiligen Römischen Reich gehörend, wohl aber unter dessen Schutze stehend definiert. (Vgl. den Text des Burgundischen Vertrages und des zugehörigen Reichstagsbeschlusses von 1548.) Möglich geworden war die staatsrechtliche Neuordnung der Niederlande durch den Sieg der habsburgischen Niederlande über die Vereinigten Herzogtümer (Jülich, Kleve, Berg mit den Grafschaften Mark und Ravensberg und der Herrschaft Ravenstein) im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg (1543), der erst eine Landverbindung zwischen den habsburgischen Besitzungen in den nördlichen und denen in den südlichen Niederlanden herstellte.

Noch um 1559 scheint in Overijssel die Gesellschaft wenig von dieser folgenreichen staatsrechtlichen Veränderung berührt gewesen zu sein. Das Landtrecht van Auerissel jedenfalls fügt sich in die Rechtsordnung des Heiligen Römischen Reiches ein.

Der Abfall der Niederlande von den Habsburgern hatte noch nicht die stattgefunden. Die Kämpfe begannen 1568 und endeten erst 1648 mit dem Westfälischen Frieden, der den nördlichen Teil des burgundischen Kreises in die volle Unabhängigkeit entließ.








Sachsenspiegel (1336)
Dit is der sassen speyghel
(Ausgabe der Oldenburger Handschrift von 1336)


Sachsenspiegel (1480)
Speygel der Sassen Im Kolophon steht: "Jnp<re>ssa Colonie p<er> me Bartholomeu<m> de Vnckel; Anno a nati<vi>tate d<omi>ni Mcccclxxx.:."


Sachsenspiegel (1488)
Hyr hefft sick an der sassen spegel meth der glosen
Am Ende des Textes, vor dem Anfang des Registers steht: "Explicit der sassen spegel den de erwerdige in god vader vn<de> here Theodericus va<n> bockstorpe bysschop to Nuenborch seliger gecorrigeret heft. Gedrucket to Stendal dorch Joachim westfael in deme. lxxxviij. iare."


Sachsenspiegel (1516), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
Sassenspegel mit velen nyen Addicien fan dem Leenrechte vnde Richtstige.

Der Text des Kolophons lautet: "Volbracht is also salichliken desse nuwe Sassenspegel / mit synen Additien / Jn der Keyserliken stat Außburch / des landes Schwauen / dorch Syluanum Othmer bůkprenther. Dorch verordeninge vn de Kosten des vorsichtigen heren Hanss Ren<n>man van Oringen / namhafftigester bůkfurer. Vnde vulendet an vnser leuen Vrouwe<n> auent / den men nennet Lichtmyssen / Jn dem yar als men tellet na gebort M.D. vnde xvj."


Sachsenspiegel (1516), Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek
Sassenspegel mit velen nyen Addicien fan dem Leenrechte vnde Richtstige.



Schleswiger Stadtrecht (um 1534)
Der Stadt Sleßwick Stadtrecht angesettet vnd bofestigeth dorch den Grothmechtigesten Herre<n> Herren Swen tho Dennemarcken. etc. Könninck.

Das Vorwort des Druckers lautet: "Tho dem leser. DEwile my ethlicke Frame Börgers angela<n>geth vnd gebede<n> / ick eer Stadrecht an den dach geuen vnnd drůcken wolde / Angeseen des groth mangel vnd gebreck were / dar dorch sick ein ider thorichte<n> wůste / hebbe ick den (vmme des gemenen nuttes willen / deme ick vnd ein yder todenende schüldych) dyth nicht könen weygeren noch vorseggen / Worumme ick ethlycke dessüluigen Stadrechtes böke / dorchgelesen vnd vp fltigeste / wo ick hebbe möge<n> / gecorrigereth / vp min eigene kost vnd theringe / an den dach gegeue<n> Bidde derhaluen yderme<n>nichlick wylle dissen mine<n> [...] vor gudt annemen Bin ick [...]nende gewilligeth. [W]olther Brenner."




Tuchtordeninge der Stadt Munster (1533)
Tuchtordeninge der Stadt Munster tho vnderholdene christlike tucht vnde eerbaricheyt / van eynen eerbaren Rayde oick Olderluden vn<de> Gildemeysteren / dar suluest in de ghemeyn publicert vnd angenome<n>. Anno. M.D.xxxiij.

Man hat wohl in der Zuchtordnung von 1533 einen letzten Versuch des Rats der Stadt Münster zu erblicken, die Machtergreifung der Wiedertäufer zu verhindern. Vergebens. Bereits 1534 errichteten die Religionsfanatiker ihr Regime in Münster mit katastrophalen Folgen für die gesamte Stadt. Die Schreckensherrschaft währte eineinhalb Jahr und endete in einem Blutbad.

Siehe auch Christlike vnde Erbare erthöginge (1532), Rothmann (1532), Rothmann (1533), Rothmann (1534), Rothmann (1535), Wunderlike handelinge der Döpers to Münster yn Westfalen (1535) und Münsterische Chroniken 2.




 

Sprichwörter

Agricola, Johannes (1528)
Dryhondert gemener Sprikwoerde, der wy Düdschen vns gebruiken, vnde doch nich weten, woher se kamen, dorch D. Johann Agricolam von Jsleue. - M. D. XXVIII.
Handschriftlicher Titel. Titelblatt fehlt. Von derselben Hand wurde eingetragen: "Magdeborg ist als Druckort angegeben fol. i44. itzunt 1528. fol. 40a Im Register fehlt auch ein Blatt."
Außerdem: "Dieses ist die höchst rare erste Ausgabe des Ersten Theiles von Agricola's Sprichwörtern, und zwar die plattdeutsche..."





 

Schreibhilfen


De Ludtbockstauen a e i o u y (1525)
De Ludtbockstauen a e i o u y De stummen bockstauen. b c d f g h k l m n p q r s t w x z. Der leyen Bibel. De Teyn Bade Gades. Dat erste. Du schalt nene ander Göde hebben vor my.
Den Angaben des Göttinger Digitalisierungszentrums zufolge 1525 in Wittenberg erschienen. Katechismus und Schreibfibel. Enthält die zehn Gebote, das Vater unser, das Glaubensbekenntnis mit Erklärungen und Gebete. Auf Seite 38 des Digitalisats findet sich eine Übersicht römischer und arabischer Zahlen. Auf Seite 40 des Digitalisats folgt ein Schreibweiser für Briefe an Personen verschiedenen Standes. Das Buch ähnelt dem ABC-Kiria des finnischen Bischofs Mikael Agricola, das wahrscheinlich 1543 zum ersten Mal erschienen ist und ebenfalls Katechismus und Schreibfibel in sich vereint. Mikael Agricola hatte von 1536 bis 1539 in Wittenberg studiert. Hat vorliegendes Buch Agricola zu seinem ABC-Kiria inspiriert?


 

Theaterstücke

Clawes Buwr (um 1550)
Clawes Buwr. Clawes Buwr bin ick genandt / Ein Vastelauendes Kindt gebaren. Myn Vader hefft my vthgesandt / De warheit tho vorklaren.
Fastnachtsspiel. Eigentlich ein politisches Stück am Vorabend der Bauernkriege. Erstausgabe 1523. Verfasst von Magister Bado von Minden. Hermann Hamelmann verdanken wir die folgende Mitteilung: "M. Bado Mindensis, quondam discipulus Erasmi Roterodami, vir magno ingenio praeditus, descripsit pontificiorum sacrificulorum nequitiam in libro dicto "Clawes Buer", qui primo editus est 1523." (Hermann Hamelmanns geschichtliche Werke Bd. 1, S. 431). Weitere Literatur mit Verbindung zu Minden: Minden, 1530. Siehe ferner eine mittelniederländische Fassung. Siehe ferner Krieg, 1559.




Teweschen Hochtydt (1640), Exemplar der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Teweschen Hochtiet / Dat ys: Ardige vyf Vptoege / darin der Eenfolligen Bueren wunnerlicke See vn selsene Ree tho sehn / kortwilich tho lesen / lustich tho hören / vn leefflichen tho ageren. Gedrückt im Jahr / 1644.
(Im Kolophon steht: "Hamborg / By Hinrick Werner / Jm Jahr / 1640." Offensichtlich hat sich der Druck von 1640 nicht ausreichend verkauft und ist 1644 mit einem neuen Titelblatt wiederum in den Handel gebracht worden.)




Teweschen Hochtydt (1661b)
In: Den Westfaelschen Speel-Thuyn, Doorsaeyt en beplantet met vermakelijke kluchten; kortswilligh te lesen, lustig te hooren en lieflick te ageeren: Als van Slenner Hincken Landloup, Hellenvaurt un sijn Juffren-hijlck. Als oock Vijf Upteughe van de Hochtiedt un dre Upteuge van't Kindelbehr van Teuwes. Voorts een t' samen-spraeck van Knubbe, Storten-tuen un Lukevent. ten allersten een Overysselsche Vryagie van Lubbert Bouk-Slach Unde Smudde-Mulen Swenne. t' Amsterdam, Gedruckt by Broer Jansz. Bouman, Boeck-verkooper op't Water, by de Nieuwe-Brugh. 1661
(Bibliographische Angaben nach Hermann Jellinghaus. Das Buch lässt sich in keinem Bibliothekskatalog auffinden. Was ist mit dem Exemplar von Hermann Jellinghaus geschehen?)


Teweschen Hochtydt (1687)
In: Den Westvaelschen SPEEL-THUYN, Door-zaeyt en Beplantet met veel Vermaeckelijcke Kluchten; kortswijligh te lesen / lustigh te hooren / en lieflijck te ageren Als van SLENNER-HINCKEN Land-laup, Hellenvaurt un Juffren-hijlk. ALS OOCK Vijf Uptheughe van de Hochtiedt / un dre Upteughe van 't Kindelberhn van TEUWES. Voorts een t' Samen-spraeck van KNUBBE STORTENTUEN un LUKEVENT. Ten aller-lesten Een Over-Ysselsche Vryagie / VAN LUBBERT BOUK-SLACH Unde SMUDDE-MULEN SWEN<NE> t'Utrecht Gedruckt by Pools<um, 1687.>
(Exemplar der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Der Teil des Titelblattes, der die Jahreszahl zeigt, ist abgerissen. - Man vergleiche das Titelblatt des Exemplars der UB Leiden. - Handschriftlich im Vorsatz "Verf. v. Bevervorde". Die Herrschaft Bevervorde lag im Gebiet der heutigen Gemeinden Rijssen, Wierden und Tubbergen in der niederländischen Provinz Overijssel.)






Tewesken Kindelbehr (1661)
In: Den Westfaelschen Speel-Thuyn, Doorsaeyt en beplantet met vermakelijke kluchten; kortswilligh te lesen, lustig te hooren en lieflick te ageeren: Als van Slenner Hincken Landloup, Hellenvaurt un sijn Juffren-hijlck. Als oock Vijf Upteughe van de Hochtiedt un dre Upteuge van't Kindelbehr van Teuwes. Voorts een t' samen-spraeck van Knubbe, Storten-tuen un Lukevent. ten allersten een Overysselsche Vryagie van Lubbert Bouk-Slach Unde Smudde-Mulen Swenne. t' Amsterdam, Gedruckt by Broer Jansz. Bouman, Boeck-verkooper op't Water, by de Nieuwe-Brugh. 1661
(Bibliographische Angaben nach Hermann Jellinghaus. Das Buch lässt sich in keinem Bibliothekskatalog auffinden. Was ist mit dem Exemplar von Hermann Jellinghaus geschehen?)


Tewesken Kindelbehr (1662)
Tewesken Kindelbehr / Dat ys: Vyr nye vnde ardige Vptöge / darinne der Entföldigen Buweren / vnd sünderlyken des Kramhers Teweschen wunderlyke vnd seltzame Eventhür. Kortwylich tho lesen / lustig tho hören / vnd leefflyken tho ageren. Gedruckt im Jahr 1662.


Tewesken Kindelbehr (1687)
In: Den Westvaelschen SPEEL-THUYN, Door-zaeyt en Beplantet met veel Vermaeckelijcke Kluchten; kortswijligh te lesen / lustigh te hooren / en lieflijck te ageren Als van SLENNER-HINCKEN Land-laup, Hellenvaurt un Juffren-hijlk. ALS OOCK Vijf Uptheughe van de Hochtiedt / un dre Upteughe van 't Kindelberhn van TEUWES. Voorts een t' Samen-spraeck van KNUBBE STORTENTUEN un LUKEVENT. Ten aller-lesten Een Over-Ysselsche Vryagie / VAN LUBBERT BOUK-SLACH Unde SMUDDE-MULEN SWEN<NE> t'Utrecht Gedruckt by Pools<um, 1687.>
(Exemplar der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Der Teil des Titelblattes, der die Jahreszahl zeigt, ist abgerissen. - Man vergleiche das Titelblatt des Exemplars der UB Leiden. - Handschriftlich im Vorsatz "Verf. v. Bevervorde". Die Herrschaft Bevervorde lag im Gebiet der heutigen Gemeinden Rijssen, Wierden und Tubbergen in der niederländischen Provinz Overijssel.)







 

Geschichtsschreibung

Bote, Conrad (1492), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
Cronecken der sassen [Mainz, 1492]
Auf der letzten Seite steht: "Dusse kronecke van keyseren vnde anderen fursten vnde steden der sassen mit oren wapen hefft geprent Peter schoffer van gernszheim Jn der eddelen stat Mencz. die eyn anefangk is der prentery. Jn deme iare na cristi gebort. Dusent vierhundert. lxxxxij vppe den Sesten dach des Merczen." Anonymes Werk. In einem Exemplar der Chronik findet sich jedoch folgender handschriftlicher Eintrag: "Auctor hujus chronici est Cord Botho Brunswicensis, vocatur alias Bothonis Chronicon Picturatum..." (vgl. Scheller, 1826 S. 99). Im digitalisierten Exemplar der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel finde ich den handschriftlichen Eintrag Konrad Botho.

Das Werk beschreibt die Geschichte Niederdeutschlands von der Schöpfung der Welt über die sagenhaften Ursprünge des Sachsenstammes bis zur Zeit des Chronisten. Das Werk wird von zahlreichen Holzschnitten illustriert, die diese Chronik wie Lesezeichen erschließen. Der Chronist war sehr kenntnisreich, gibt aber Gehörtes und Gelesenes völlig unkritisch wieder. Bemerkenswert ist, dass der Autor den (nieder)sächsischen Raum (im weitesten Sinne) zum Bezugsrahmen seiner Chronik gemacht hat, obschon das sächsische Gebiet zu dieser Zeit bereits in zahlreiche feudale Herrschaften zerfallen war. Man geht wohl nicht zu weit, wenn man die Cronecken der Sassen als Ausdruck eines besonderen sächsischen Geschichtsbewusstseins deutet. Religionsgeschichtlich hoch interessant, aber umstritten ist die Erwähnung des heidnischen, im Harz beheimateten Gottes Krodo, den nur die Cronecken der Sassen kennt. - Conrad Bothe stammte aus Wernigerode im Harz. - Die Cronecken der Sassen ist nicht leicht zu lesen. Manche Sätze sind geradezu verstümmelt. Haben die Setzer in Mainz den Text vielleicht nicht immer verstanden?


Bote, Conrad (1492), Exemplar der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Cronecken der sassen [Mainz, 1492]


Bote, Conrad (1492), Exemplar der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Cronecken der sassen [Mainz, 1492]


Bote, Conrad (1492), Exemplar der Kongressbibliothek
Cronecken der sassen [Mainz, 1492]


Ausgabe der um 1553 von Bernhard von der Horst(?) verfassten Übersetzung von Erdmanns ursprünglich in lateinischer Sprache verfasster Osnabrücker Bischofschronik. Die Bischofschronik bricht Mitte des 15. Jhs. ab. Von Dietrich Lilie stammt eine Fortsetzung bis 1553. Der lateinische Text findet sich bei Meibom, 1688, Bd. II S. 195-264.


Fresche Chroniken (1722)
CHRONYK VAN OOSTFRIESLANT. Behelsende niet alleenlik de historie van Oostfriesland, maer ook van alle Nabuirige Volkeren ten Oosten en ten Westen, besonder de allerseldsaemste Geschiedenissen van het oude en hedendaegsse Friesland, zoo ten tyde des Heidendoms, als zedert het is gekristent geworden, geschreven. VAN Den EDELEN, WELGEBOORNEN en GESTRENGEN HEERE. Heer EGGERIK BENINGA Hoofdling te Gremersum, RAAD van het Oostfriese Regeerhuis en DROST op Leeroohrt NU Met Rand en Kanteikeningen, oude Verlegelingen en andere Stukken verrykt en vermeerdert, in Druk uytgegeven DOOR EILHARDUS FOLKHARDUS HARKENROHT Ecclesiastes EMDENSIS. Gedrukt te EMDEN. By HENRICH MEYBOHM. JOSUA BEEK en HERMANNUS WOLFFRAM Boekhandelaers 1722.
(Niederdeutsche Chronik des Eggerik Beninga aus dem 16. Jh. Niederländisches Vorwort des Herausgebers Harkenroht.)


Fresche Chroniken (1723)
VOLLEDIGE CHRONYK VAN OOSTFRIESLANT. Behelsende niet alleenlik de Historie van Oostfriesland, maer ook van alle Nabuirige Volkeren ten Oosten en ten Westen, besonder de allerseldsaemste Geschiedenisse[] van het oude en hedendaegsse Friesland, zoo ten tyde des Heidendoms, als zedert het is gekristent geworden, geichreven (Sic!). VAN Den Edelen, Welgeboornen en Gestrengen HEERE. Heer EGGERIK BENINGA Hooftling te Grimersum, RAAD van het Oostfriese Regeerhuis en Drost op Leeroohrt NU Met Rand en Kanteikeningen, oude Verlegelingen en anderen Stukken verrykt en vermeerdert, in Druk uytgegeven DOOR EILHARDUS FOLKARDUS HARKENROHT Ecclesiastes EMDENSIS. Gedrukt te EMDEN. By HENRICH MEYBOHM. JOSUA BEEK en HERMANNUS WOLFFRAM Boekhandelaers 1723.
(Niederdeutsche Chronik des Eggerik Beninga aus dem 16. Jh. Niederländisches Vorwort des Herausgebers Harkenroht.)








Northof, Levold von (1538)
Cronicke van dem Oersprunghe, Tellungh vnd Geschefften der Grauen van der Marcke
In: Quellen der Westfälischen Geschichte : erster Band / herausgegeben von Joh. Suibert Seibertz. - Arnsberg : Druck und Verlag von H. F. Grote, 1857. - S. 14-42

Chronik der Grafen von der Mark. Von Ulrich Verne 1538 angefertigte niederdeutsche Übersetzung der von Levold von Northof im 14. Jh. verfassten lateinischen Chronik (Origines Marcanae sive chronicon comitum de Marca et Altena).

In der Vorrede des Übersetzers heißt es: "Jtem ouer anderhalff hundert Jairen hefft Renoldus von Northoff vam Adell des Landes von der Marcke geboiren, eyn Canonick tho Lueck vnd ein weltlich Abt, Graff Engelbert de im Jair M. CCC. XLVII. regneren begunde tho Dancke vnd thon Eherenn eyne Cronicke in lathinischer Spracke van dem Oersprunghe Tellungh vnd Geschefften der Grauen von der Marcke geschreuen, ... Darumb heb ick Vlricus [Verne, Capellaen thom Hamme] vth vorriger Oiersaicken dit nahfolgende vth dem latyn in Duytsch ouergesadt vnd ouck vth andern Cronicken vnd Schrifften gebettert vnd verlenget. Ao. dni. dusent vyffhundert acht vnd dertich post octauos passche."











Russow, Balthasar (1584), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
CHRONICA. Der Prouintz Lyfflandt / darinne vermeldet werdt. Wo dath süluige Landt ersten gefunden / vnde thom Christendome gebracht ys : Wol de ersten Regenten des Landes gewesen sind : van dem ersten Meyster düdesches Ordens in Lyfflandt beth vp den lesten / vnde van eines ydtliken Daden. Wat sick in der voranderinge der Lyfflendisschen Stende / vnd na der tydt beth in dat negeste 1583. Jar / vor seltzame vnd wünderlike Gescheffte im Lande tho gedragen hebben : nütte vnde angenehme tho lesende korth vnd loffwerdich beschreuen. Dorch BALTHASAR RUSSOVVEN Reualiensem. Thom andern mal mith allem flyte auersehen / corrigeret / vorbetert / vnd mith velen Historien vormehret dorch den Autorem süluest. Gedrücket tho Bart in der Förstliken Drückerye / Dorch Andream Seitnern. 1584.

Das Werk beschreibt die Geschichte Livlands, d.h. des heutigen Estlands und Lettlands, von der ersten Landung hanseatischer Kaufleute um 1200 bis zum Untergang des alten Livlands im Livländischen Krieg, den Russow als Betroffener vor Ort miterlebt hat. Das erklärt wohl die Einseitigkeit des Standpunkts, vom dem aus Russow die Geschehnisse mitunter darstellt. Russow sympathisierte mit Schweden, dem seine Heimatstadt Reval (Tallinn) schließlich auch zugefallen ist. Als Angehöriger des städtischen Bürgertums nahm Russow eine eher distanzierte Haltung zum Adel ein. Die Lebendigkeit der Darstellung und die Kraft des sprachlichen Ausdrucks übertreffen alles, was aus der niederdeutschen Geschichtsschreibung bekannt ist.


Russow, Balthasar (1584), Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek
CHRONICA. Der Prouintz Lyfflandt / darinne vermeldet werdt. Wo dath süluige Landt ersten gefunden / vnde thom Christendome gebracht ys: Wol de ersten Regenten des Landes gewesen sind: van dem ersten Meyster Düdesches Ordens in Lyfflandt beth vp den lesten / vnde van eines ydtliken Daden. Wat sick in der voranderinge der Lyfflendisschen Stende / vnd na der tydt beth in dat negeste 1583. Jar / vor seltzame vnd wünderlike Gescheffte im Lande tho gedragen hebben: nütte vnde angenehme tho lesende korth vnd loffwerdich beschreuen. Dorch BALTHASAR RVSSOVVEN Reualiensem. Thom andern mal mith allem flyte auersehen / corrigeret / vorbetert / vnd mith velen Historien vormehret dorch den Autorem süluest. Gedrücket tho Bart / in der Förstliken Drückerye / Dorch Andream Seitnern. 1584.


Schlacht bei Hemmingstedt
Wat in hundert iaren vnde nu is ghescheen: Jn dethmerschen / dat mach me hyr lesen vn<de> seen
(Dem Bibliothekskatalog nach 1473 erschienen. Auf Seite 9 des Digitalisats heißt es jedoch: "Jnt iaer M.ccccc. wolde dyt könink Hans wreken...")


Soester Fehde
Die Chroniken der westfälischen und niederrheinischen Städte. Zweiter Band: Soest. - Leipzig : Hirzel, 1889
(Enthält: I. Kriegstagebuch Dietrichs II. von Mörs; II. Lippstädter Reimchronik der Soester Fehde; III. Werler Reimchronik der Soester Fehde. Hochdeutsche Übersetzung des Kriegstagebuches in Die soestische Fehde oder Krieges-Geschichte des Erzbischofs Diederich zu Koeln mit der Stadt Soest.)


Übersetzungsliteratur





 

Sendbrief (offizielles Schreiben)



Sendbrief (1523c)
Van der grwsame tyrannessche miszhandelinge / so koninck Christiern des nhamens de ander van Dennemarcken / im Ryke tho Sweden beganghen hefft [29. Dezember 1523]
Gustav Wasa und die Stände Schwedens informieren Papst, Kaiser, Könige und Stände aller christlichen Länder über das Stockholmer Blutbad und teilen mit, dass sie Christian II. von Dänemark nicht mehr als ihren König betrachten. Siehe auch Sendbrief, 1523a.



Sendbrief (um 1535)
Warhafftich Bericht an alle Stende Düdtzscher Nation / wo vnde jn wath gestalt / de löfflyken Stede des Köninckrykes Dennemarcken / Copenhagen vnd Ellbagen / tho ytzigen Krige gedrungen vn<de> genödiget / Woruth mennichlick ermethen kann / dath solck Krygh / nicht vth der framen Borger wollusticheit / sonder vth groter auerswenckliken Besweringe / Vorderye vn<de> Tirannischem Regimente des Rykes Rades / vororsaket vnd angefangen.
(An die Stände deutscher Nation gerichtete Erklärung der Städte Kopenhagen und Malmö zu ihrem Konflikt mit dem dänischen Reichsrat. Nach dem Tode Friedrichs I. von Holstein waren in Dänemark bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen ausgebrochen, die erst 1536 mit der Übergabe des belagerten Kopenhagens endeten. Siehe auch Sendbrief 1523a, Sendbrief 1523b und Warhaftyge nyge tydynge 1535. Siehe ferner Wikipedia: Grafenfehde.)




Sendbrief (1546)
Domdecken vnd Capittel der Kercken tho Munster. [Dinxdage nha dem Sundage Exaudi Anno etc. xlvj. Borgermester vnd Raidt der Stadt Munster]
Bürgermeister und Rat der Stadt Münster fordern Domdekan und Domkapitel auf, der Einladung Franz von Waldecks zu einem Landtag auf dem Laerbrock Folge zu leisten. Offensichtlich hatte Franz von Waldeck sich das Domkapitel durch seinen Reformationsversuch zum Feinde gemacht. Siehe auch Sendbrief, 1540, Sendbrief, 1542 und Sendbrief, 1548.



 

Hanserezesse


























Handschriften

Nykøbing auf Falster, 1363
Nyøbing auf Falster, Vocem Jocunditatis, 1363. Siehe auch Hanserezesse 1256-1370, S. 224 f.


Lübeck, 1368
Lübeck, Johannis Baptiste, 1368. Siehe auch Hanserezesse 1256-1370, S. 406 ff.


Lübeck, 1402
Lübeck, Pentecoste 1402. Siehe auch Hanserezesse 1401-1410, S. 54 ff.



Marienburg, 1404
Marienburg, Gallus 1404. Siehe auch Hanserezesse 1401-1410, S. 142 ff.


Schleswig, 1420
Schleswig, Trinitatis 1420. Siehe auch Hanserezesse 1419-1430, S. 111ff.


Stralsund, 1420
Stralsund 1420. Siehe auch Hanserezesse 1419-1430, S. 141ff.


Wismar, 1420
Wismar, Quasi modo 1420. Siehe auch Hanserezesse 1419-1430, S. 83ff.






 

Gelegenheitsschriften / Flugblätter / Streitschriften



Geyßpuscher, Ruprecht (1559)
Ein Warhafftich vnd Geloffwerdich Bericht / van dem Christlikem vnd saligem Affschede / des Dorchlüchtigesten / Grodtmechtigesten / Hochgebarnen Försten vnd Heren / Herrn Christian tho Dennemarcken / Norweden der Wenden vnd Gotte<n> Köninck / Hertogen tho Sleßwick / Holsten / Stormarn vnd der Ditmarscken / Grauen tho Oldenborch vnd Delmenhorst etc. Dem Godt guedich sy / vp dat korteste voruatet. Welckes mit sondrigem flyte na dem rechte<n> Original vth dem Hochdüdescken in dat Sassisck truwlick ys auergesettet. Jtem wo ock Kön. May. Do he tho Regimente gekamen / ys Gekrönet worden / wor / ock in wat Jare vnd Dage solckes geschen / Js mit der korte hir achter an gehenget. [Gedrücket tho Hamborch by Johan Wickradt dem Jüngern. Anno M.D.LiX]
(Nachruf auf Christian III. Siehe auch Meyer (1559a) und Meyer (1559b).)




Schrader, Christoph (1671)
Korte Verfatinge Des Magister wesens / wollmeinentlicken tohope gesocht un beschreven ; mit angefoigter Glückwünsckinge an den guden Olden düdschen Johan Ernst Schrader / Do öhm am Donnerßdage nah Sünt Iohannis im Jahr 1662. van sienem leven Vader de Magister Hoet uppesettet word. Nu wedder uppewarmet mit einer Toegawe an sinen muntern Broder Gottfried / Aß demsülven even de Ehre up glike wise wedder foer im groten Colleyen to Helmestee. am 12. Octobr. 1671.
Glückwunsch in Reimen von Christoph Schrader an seinen Sohn Gottfried Schrader anlässlich dessen bestanderer Magisterprüfung an der Universität Helmstedt. 1662 hatte dessen Bruder Johann Ernst Schrader teilweise dieselben gereimten Glückwunsche erhalten, mit denen dieser Druck beginnt. Ostfälische Mundart, die in der Professorenfamilie Schrader offensichtlich Umgangssprache war.



Van dem neddervalle der Venedier (1509)
De copie vn<de> vtschrift eynes breues va<n> dem neddervalle der Venedier vn<de> vorlust Stede vn<de> lande.
In: Van dem nedderval der Veneddyer : zwei niederdeutsche in Lübeck und Hamburg gedruckte Ausgaben einer Maximilianischen Flugschrift aus dem Jahre 1509. Mit fünf Blättern in Faksimile / Isak Collijn. - Hamburg : Kommissionsverlag von Lucas Gräfe & Sillem, 1913

Faksimile. Die Schrift endet mit den Worten: "Gheschreue<n> vn<de> vorseghelt vnder mine<m> Signete in deme keiserliken here vor der schonen stad Teruis na d<er> ghebort vnses here<n> Veffteinhundert vn<de> ix. Den achte vnde twintigesten dach des mantes Junii. Johan van der munte iuwer gnade<n> dener."




Warhaftyge nyge tydynge (1535)
Warhaftyge nyge tydynge van der Slachtynge de Jn deme Koenyngkryke tho Dennemargken gescheen yß / Jm Lande Fuene by einem: Stedtlyn Asseniß / genomet. Anno. etc. XXXV.
(Auf dem letzten Blatt steht: "Datum vppe deme Ossen barghe. ect. Alleyne Gade de Ehre." Von der Schlacht am Ochsenberg bei Assnis (Assens) auf Fünen am 11. Juni 1535. Siehe auch Sendbrief 1523a, Sendbrief 1523b und Sendbrief 1535. Siehe ferner Wikipedia: Grafenfehde.)




Wunderlike handelinge der Döpers to Münster yn Westfalen (1535)
Warafftich Berycht / der wunderliken handelinge / der Döpers to Münster yn Westfalen / wo sick alle saken / Yn vnd na eröuerynge der Stadt begëuen hebben. Ock wo alle handelynge eyn ende genamen hefft ect. [M. CCCCC. XXXV.]

Über dem Porträtkopf Johann Bockelsons auf der Titelseite steht: "Johan van Leyden Koning tho nyen Jerusalem / vnd der gantzen Werldt. Synes ölders / ym söuen vnd twyntigsten Yare." Bericht der Ereignisse während und nach der Rückeroberung Münsters, die die Wiedertäuferherrschaft in Münster beendete.

Siehe auch Christlike vnde Erbare erthöginge (1532), Tuchtordeninge (1533), Rothmann (1532), Rothmann (1533), Rothmann (1534), Rothmann (1535) und Münsterische Chroniken 2.


Wunderlike tydinge (1538)
Wunderlike tydinge van eynem Geldt Düuel / eyn seltzam / vngelöuelick doch warhafftich geschicht tho Franckfort an der Ader gescheen / vnd orkuntlick vthgegaen.
(Enthält zwei Aussagen zu einem merkwürdigen Vorfall mit vielleicht einem Fall von Geisteskrankheit. "Geschen vnd gegëuen tho Franckfört an der Ader / Dönnerdages am dage Lucie Anno xxxvij." und " Gëuen des Sönnauendes na Natiuitatis Christi. Anno ect. M. D. xxxviij." Auf Seite 7 des Digitalisats wird vom Hochdeutschen als "Ouerlendisck Düdesch" gesprochen. In Köln 1478a findet sich auf der zweiten Seite des Vorwortes der Ausdruck "ouerlant".)


 

Hochzeitsgedichte


Bohrblad, Harmen (1653)
Taugave van einem andern guen Frünne / an dat harte leefe Junfern-Tüeg
In: Hochzeitliches Ehrn vnd Hirten-Gedichte / Auff des Ehrenvesten vnd Wolgeachten Herrn David Ludwig Dietrichs / Bürgers und Handelsman zu Ußlar Als Bräutigams. Vnd der Viel-Ehr-vnd Tugendreichen Jungfrauen Catharinen Elisabethen Deß auch Ehrenvesten vnd Wolgeachten Herrn IOHANN Thiesen / Bürger vnd Weinschencken daselbst Eheleiblichen Tochter / Als Braut / Hochzeitlichen Ehren-Tag / so zu Uslar den 29. Novembr. im Jahr 1653 mit Freuden begangen. Auffgesetzet vnd übersandt Von Henrico Schaden Darshemens. LL. stud. Helmstadt / Gedruckt bey Henning Müllern.


Gedicht zur Hochzeit von David Ludwig Dieterich und Catharine Elisabeth Thiesen. Ostfälische Mundart.

Früher Beleg des Wortes Plattdeutsch am Ende der Zugabe: Sau wünsket up gut plat dütsk Harmen Bohrblad..



Gaud Trost (1668)
Ein gaud Trost Vor dat leife / hüpske un smukke Junfern Volck Womid sei wedder den dullen Snack etliker narrischen Kerels (aß wan de Junfern op den Bömen wüßen) tau freeden gesproken werden: Aß Dei Wol-Ehrwördige Graut-Achtbahre un Wolgelährte HERR / Herr Paulus Prieffer Jn der Kohrförstl. Brandenb. Stadt Besekau deisignairte Superndent / Mit der Edlen Veel-Ehr un Dögendrieken Jungf. Christina Eleonora Des Weltbereümten un hauchgelahrten Mannes Herrn Hermann. Kaunrings op der Förstl. Julius Universität tau Helmstädt wolverdeinten Professers Eheliefliche Dochter Den acht un-twintigsten Dag des Haw-mandes in Helmsted Hochtied hadde tausamaesocht von Einen olden Düetsken Gedruckt nah Jacobi
(Gedicht zur Hochzeit von Paul Prieffer mit Christina Eleonora Conring, Tochter von Hermann Conring. Ostfälische Mundart.)


Gödeke, Andreas (1650)
Korte warhafftige Raise-vertellinge Naem Liek in Steinloh Op De Köst und Bruthlacht des Vörnehmen Deren Cratons CHAMIEL BICAJO uth Edlom Karc. Als desülffe mit Der Ehrenryken / und veeldögendtsamen Junffern J. CHARTITANEN Lohsten / Am 16 Dag des Harffst Mants im 1650 Jahrs syn Byliggen holen wolde. Jn schlichte Neddersassische Bronschwykische Rymen verfatet / und in hastiger Yll opgesettet Van eenem geringen / eenfoldigen Schaap-Heren / de syne Schäpkens leydet und weydet an der Ellern-Grönen-Aue / da he syn Water drinkket uth den Born der Erquikkniß mit Nahmen Seradan Dögeke / van NingenSchö. Gedrukket thom Bramboh.
(Hochzeitsgedicht. Seradan Dögeke/ van Ningenschö = Anagramm von Andreas Gödeke von Schöningen. Chamiel Bicajo = Anagramm von Michael Jacobi. J. Charitanen Lohsten = Anagramm von Catharine Holsten.)







Niedersächsische Einfälle (1654)
Niedersächsische Einfälle Von Frühzeitigen Freyern und Hagestoltzen Dem Edlen / Vesten / Großachtbahren und Hochgelarten Herrn Johan Heinrich Bossen Medicinae Licentiato und Wollbestalten Helmstätischen Stadt Medico Als selbiger Mit der Viel Ehr und Tugendreichen Junf. Anna Catharina Des WollEhrenvesten / Großachtbahren und Wollgelarten Herrn GEORG Creitzen Fürstl. Braunschw. Lüneb. Wollverordneten Ambtmans zu Jerxheimb Hertzgelibten Eheleiblichen Tochter den 4. Iulij Anno 1654. seine Hochzeitliche Ehrentage begieng überschicket Von einem guten Freunde. Helmstädt Gedruckt / bey Henning Müller.

Zur Hochzeit von Johann Heinrich Bossen mit Anna Catharina Creitz, Tochter von Georg Creitz. Ostfälische Mundart.

Früher Beleg des Wortes Plattdeutsch auf Seite 2 des Digitalisats: platdüsch.




 


 

Wörterbücher




Chyträus, Nathan (1601)
NOMENCLATOR LATINOSAXONICVS M. NATHANIS CHYTRAEI absolutissimus. LEMGOVIAE. Ex officina Typographica M. Hermanni Vastelabi. ANNO (I). I). cI.

In Lemgo bei Hermann Vastelabus gedruckt. Die vorausgegangenen Lemgoer Drucke des Nomenclator latino-saxonicus (1585, 1590 und 1596) sind bei Konrad Grothe bzw. bei Konrad Grothe Erben erschienen. Der Lemgoer Druck von 1601 wird in der mir zugänglichen Literatur nicht erwähnt.

Der von dem Rostocker Gelehrten und Schulmann Nathan Chyträus (1543-1598 ) verfasste Nomenclator Latino-Saxonicus ist ein nach Themengebieten geordneter lateinisch-niederdeutscher Wortschatz für den Schulgebrauch, der über Jahrzehnte hinweg immer wieder nachgedruckt wurde. Der erste Druck erschien 1582 in Rostock.

Es sind vermutlich viele Drucke des Nomenclator latino-saxonicus für immer verloren gegangen, da Schulbücher nur selten von Bibliotheken gesammelt wurden.

Ebenso wie der niederdeutsche Bibeldruck brach der Druck des Nomenclator latino-saxonicus erst in der Anfangsphase des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) ab.

Ich ziehe daraus den vorsichtigen Schluss, dass der Wechsel zur hochdeutschen Kanzleisprache, der sich überall in Niederdeutschland nach 1550 vollzog, keinesfalls den durchschlagenden Effekt hatte, der ihm häufig zugeschrieben wird. Erst der Dreißigjährige Krieg und das ihm folgende Elend über Generationen haben die niederdeutsche Literatursprache endgültig vernichtet.

Bibliographische Information:

Chyträus scheint beim Verfassen seines Nomenclator latino-saxonicus auf das 1579 in Straßburg erschienene lateinisch-deutsche Onomasticon latino-germanicum von Theophil Golius zurückgegriffen zu haben.

Hermann Vastelavent war Konrektor der Lemgoer Lateinschule. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer druckte er Bücher. Er setzte diese Tätigkeit als Leiter der fürstlichen Druckerei Stadthagen fort, nachdem er 1610 auf eine Stelle am Gymnasium illustre in Stadthagen berufen worden war. 1621 erhielt Vastelabus eine Professur an der aus dem Stadthagener Gymnasium illustre hervorgegangenen Universität Rinteln.






 

Medizinische Literatur


Arstedyge boeck (1483)
Eyn schone Arstedyge boeck van allerleye ghebreck vnnde kranckheyden der mynschen.
(Der Text des Kolophons lautet: "Finitus est iste libellus herbarius Anno d<omi>ni Millesimo quadringe<n>tesimo octuagesimotertio in vigilia sancti petri ad vincula.")



Bock der arstedien (1484)
[Bock der arstedien van allen krankheyden vn<de> ghebreken des mynsche<n>. Lübeck, Bartholomeus Ghotan, 1484]
Auf der letzten Seite steht: "Mille quadringentis simul octuaginta retentis Jn quarto cristi pro laude dei decus isti. Hoc opus arte mei impressum Bartholomei Ghotan / degentis et in vrbe lubeck residentis."


Cuba, Johannes von (1492)
Hiir heuet an de lustighe vnde nochlighe Gaerde der suntheit [Lübeck : Steffen Arndes, 1492]
"Hyr endighet sik dat boek der krude. der eddelen stene vnde d<er> watere der mynsche<n> ghenomet (De ghenochlike gharde d<er> suntheit) de betheerto d<er> meynheit begraue<n> vnde vorborghen ghewest is. vnde nu den mynschen tho nutte gheapenbaret vnde in dat licht ghebrocht (vnde ghedrucket is dorch dat beueel Steffani Arndes inwaner d<er> keiserliken stat Lubeck) Na der borth vnses heren. Mccccxcij. Des got (mit alleme he<m>melschen heere) ghelauet vnde gheeret sy nu vnde to ewighen tiden.)"


Cuba, Johannes von (1520) Exemplar der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Dit is de genochlike Garde der suntheyt. to latine Ortulus sanitatis / edder Herbarius genömet / dar me ynne vindet alle arth / nature / vn<de> eghenschop d<er> Krudere / vnde der eddelen stene. Dorch welkerer krafft vn<de> döget de krancke gesunt / vn<de> de ghesunde minsche vor kra<n>kheyt bewart werde<n> mach. Jte<m> wo me<n> des minsche<n> water besen vn<de> recht richte<n> schal. Jte<m> yn dem ende desses bokes vindestu eyn register / dat dy behendickliken na wiset wor eyn yewelk krut / saet / sap / vnde eddel steen gud edder scheddelick to ys. [Lübeck, Steffen Arndes Erben, 1520]
Auf der letzten Seite vor dem Register steht: "Hir endighet sick dat boek der krude. der eddelen stene / vnde der watere der minschen / genömet De ghenöchlike garde der suntheyt / de vörmals den minschen to nütte gheapenbaret vnde gedruckt worden is / vnde up dat nye mit gantzem<m> flite ghecorrigeret vnd gedrucket in der Keyserliken stad Lubeck in saligen Steffen Arndes nagelaten druckerye. Na der borth unses heren. M.CCCCC. vnde. xx am sonauende na Vincula Petri. Des got mit allem<m> he<m>melschen here gelauet vnd gheeret sy nu vnd to ewigen tyden Amen."



Cuba, Johannes von (1520), Exemplar der Stadtbibliothek Lübeck
Dit is de genochlike Garde der suntheyt. to latine Ortulus sanitatis / edder Herbarius genömet / dar me ynne vindet alle arth / nature / vn<de> eghenschop d<er> krudere / vnde der eddelen stene. Dorch welkere krafft vn<de> döget de krancke gesunt / vn<de> de ghesunde minsche vor kra<n>kheyt bewart werde<n> mach. Jte<m> wo me<n> des minsche<n> water beseen vn<de> recht richte<n> schal. Jte<m> yn dem<m> ende desses bokes vindestu eyn register / dat dy benedichliken na wiset wor eyn yewelk krut / saet / sap / vnde eddel steen gud edder scheddelick to ys.

Der Text des Kolophons lautet: "Hir endighet sick dat boek der krude. der eddelen stene / vnde der watere der minschen / genömet De ghenöchlike garde der suntheyt / de vörmals den minschen to nůtte ghapenbaret vnde gedruckt worden is / vnde vp dat nye mit gantzem<m> flite ghecorrigeret vnd gedrucket in der Keyserliken stadt Lubeck in saligen Steffen Arndes nagelaten druckerye. Na der borth vnses heren. M.CCCCC. vnde xx. am sonauende na Vincula Petri. Des got mit allem<m> he<m>melschenn here gelauet vnd gheeret sy nu vnd to ewigen tyden Amen"








Valescus de Taranta (um 1484)
Ein ghud bewert regime<n>te dar mede en iewelik mynsche mach seker syn d<er> pestilencie.
Am Ende des Werkes steht: "Hyr heft enen ende dat klene bock van der pestilencien / ghemaket van deme vorluchteden manne vnde doctor / gheheten Valastus. van tarenta. des koninghes van Frankrike en arste. vnde was eyn vornamen arste der arsten. (Deo Gracias.) " Es folgt ein Gebet gegen die Pest. Darauf folgt auf der letzten gedruckten Seite der Eintrag: "Bartholomeus Ghotan impressit in Lubeck."


 

Literatur zur Seefahrt





 


 

Kalendar/Astronomie/Astrologie/Weissagung/Traumdeutung
















Winand, Heinrich (1604)
Almanach vnde Practica / van wedder / winde / glücke vnd vnglücke tho water vnd tho Lande / vp dat Jahr na der Gebordt vnsers HEren Jesu Christi. M. DC. V. Gestellet dörch HENRICUM WINANDUM Osenbrug. Scholae L. [Gedrücket tho Hamborch / Dörch Philip van Ohr. 1604]
Auf Seite 41 des Digitalisats findet sich ein weiteres Titelblatt folgenden Inhalts: "PROGNOSTICON Vp dat Jär na der Salichmakenden Gebordt vnsers HEREN vnde Heylandes Jesu Christi. 1605. Gestellet dörch HENRICUM WINANDUM Ossenbrug. Scholae L. Gedrücket tho Hamborch / Dörch Philip van Ohr." Auf Seite 42 des Digitalisats steht: "... den 11. Decembris disses thom ende lopenden 1604 Jahrs..."


 

Lieder





































 

Reime/Gedichte

Goetting, Heinrich (um 1601)
Nemandt: Wo schyr yderman an em wil Ridder werden: Allen Hußheren vnd Fruwens / de stedes mit dem Gesinde vmmegahn / vnd sick vaken mit en plagen möten / nütte v[u]<n>d denstlick / gantz nütte vnd kortwylich tho lesen.
(Makulatur. Handschriftlicher Eintrag: "Verfasser: Heinrich Goetting. Die Blätter wurden herausgelöst aus Fc-112 zusammen mit mehreren Druckfragmenten aus der Druckerei Christoph Reusner aus dem Jahr 1601.")



 

Aberglauben





 

Romane/Erzählungen

Guido de columnis (um 1478) - Exemplar der Staatsbibliothek zu Berlin
[Hyr begynth de inuoringe des bokes der historien va<n> der verstoringe der stat Troye]

Der Text des Kolophons lautet: "De Beslutinge dusser historien.:. JCk Gwido van Columpna ... Hyr heft een ende de historie van der verstoringe der eddele<n> vnde mechtigesten stat Troya. de gedicht vnde gemaket is na der borth Cristi vnses heren dusenttwehu<n>dert vnde in deme lxxxvij yare."

Kein Titelblatt. Im Verkaufskatalog (um 1478) des damals in Lübeck tätigen Druckers Lucas Brandis heißt es: "Jtem de historie van der verstoringhe der stad van Troye.".



Guido de columnis (um 1495)
Hyr begynt de inuoringe des bokes der historien va<n> der vorstorynge der stat Troye.
(Der Text des Kolophons lautet: "Gedrucket vn<de> vulendet in der louelike<n> stat Magdaburch. dorch Mauriciu<m> brandis etc. Laus deo")


Jean d'Arras (um 1477)
[Historie van eener koninginnen geheten Melusina]
Kein Titelblatt. Im Verkaufskatalog (um 1478) des damals in Lübeck tätigen Druckers Lucas Brandis heißt es: "Jtem eene gantze seltzene historie van eener koninginnen geheten Melusina dar de koninge van Cipren / van Frankrik / van Arrogonien / van Bemen / vnde van Norweghen van ghebaren sind. vnde veele ander Greuen / heren vnde vorsten als men in der historien lesen mach.".


Petrarca, Franceso (um 1478)
De historie va<n> der duldicheit der vruwen Griseldis.
Kein Titelblatt. Im Verkaufskatalog (um 1478) des damals in Lübeck tätigen Druckers Lucas Brandis heißt es: "Jtem de historie van der duldighe<n> vrouwen Griseldis / de een spegel is ghewesen aller eerbaren vrouwen in der duldicheit.".




Van Alexander (um 1478) - Exemplar der Staatsbibliothek zu Berlin
Historie van Alexander
Kein Titelblatt. Im Verkaufskatalog (um 1478) des damals in Lübeck tätigen Druckers Lucas Brandis heißt es: "Jtem de historie van deme groten koninge Alexander.".


Van Alexandro (um 1478) - Exemplar der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Van Alexandro deme groten koninge.:.
Kein Titelblatt. Im Verkaufskatalog (um 1478) des damals in Lübeck tätigen Druckers Lucas Brandis heißt es: "Jtem de historie van deme groten koninge Alexander.".


Van den souen wysen meisteren (um 1478)
Hir he<u>et sik an een boek vnd heth in deme dudeschen de historia va<n> den souen wysen meisteren.:.
Kein Titelblatt. Im Verkaufskatalog (um 1478) des damals in Lübeck tätigen Druckers Lucas Brandis heißt es: "Jtem eene historie van den souen wijsen meysteren vnde is tomale ghenoechlik to lesende vnde me vind gantz gude exemple dar inne.".





 

Satire

Brant, Sebastian (1519)
Dat nye schip van Narragonien: myt besunderem flyte gemaket / vnde vp dat nye myt vil schonen togesetteden hystorien vorlenget vnde erkleert. Gedrucket to Rozstock dorch Ludouicum Dietz. Jn dem iare nach vnses here<n> Cristi gebord vefftheinhundert negenteyne.

Niederdeutsche Übersetzung von Sebastian Brants Narrenschiff. Der Text der Vorrede lautet: "Eyne vorrede Jn dat Narren schipp. EJn schone houesch kortewilych boek dat Narrenschipp genant to nutte vnde heylsamer lere / vormanynge vnde eruolghinge der wysheyt / vornufft vnde guder seden / ok mede to vorachtinge vnde straffe der narheyt / blyntheyt / erredom vnde dorheyt aller State vnde gefleche der mynschenn myt besundern flyte vormals gesammelt vn<de> to hopegesettet / so ok myt vil schonen sproken vnde to gesetteden hystoriyen vnde materyen to Basel dorch den hochgelerden vn<de> wytberomede<n> doctorem. Sebastianum Brandt vorlenget vnde schynbarlik vorklart / vnde nu vpp dat nye vth dem<m> hochdutzschen Jn sassche effte nedderlendesche sprake / myt vil kortwilygen schonen rymen vnde sproken gesettet vnde gar flitighen corrigert vnde vorlenget ys / Begynnet hyr zelichliken. GAudeamus omnes ad Narragoniam."

Der Text des Kolophons lautet: "Hyr endighet sick dat nye schyp va<n> Narragonien vormäls mit besunderem<m> flyte tho Basel dorch den hochgeleerden vnd wytberömden doctorem Sebastianu<m> Brant gesammelt / tohope geseth / vnde mit vyl togesettede<n> historien schinbarlick vorklärt. Vnde nu vth hochdůdescher jn nedderlendescher sprake / mit velen kortwiligen spröken (vnd besunder yn dem<m> ende desses bokes mit des dissches vntucht vnd de<n> vastelauendes doren) vorlenget worden ys. Gedrůcket vnde vulendet yn der loueliken Stat Rostock dorch Ludouicum Dietz. Jn dem<m> yäre na Christi vnses heren gebort. M.CCCCC.xix. Am<m> auende der Entfangynge der vnbefleckeden yunckfrouwen Marien."





Lauremberg, Johann (1652)
Veer Schertz-Gedichte / I. Van der Minschen jtzigem Wandel und Maneeren. II. Van Almodischer Kleder-Dracht. III. Van vormengder Sprake / und Titeln. IV. Van Poësie und Rym Gedichten. Jn Nedderdüdisch gerimet dörch Hans Willmsen L. Rost. Gedrücket im Jahr M.DC.LII.
Der handschriftliche Eintrag lautet: "Dies ist die wirklich erste bekannte Ausgabe von Laurembergs berühmten Veer Schertz-Gedichten, nicht wie Braune meint die dänische in Kopenhagen (vgl. Lauremberg, 1879, S. X). Dies Exemplar ist ein Unikum u. darum besonders kostbar. 17.1.1911" Siehe auch die Besprechung des Werks von Daniel Georg Morhof am Ende des Buches.
Früher Beleg des Wortes Niederdeutsch: Nedderdüdisch.













Lauremberg, Johann (1879)
Veer Schertz Gedichte. I. Van der Minschen jtzigem Wandel und Maneeren. II. Van Almodischer Kleder-Dracht. III. Van vormengder Sprake, und Titeln. IV. Van Poësie und Rymgedichten. Jn Nedderdüdisch gerimet dörch Hans Willmsen L. Rost. Gedrücket jm Jahr M. DC. LII.
(Mit Einleitung, Anmerkungen und Glossar herausgegeben von Wilhelm Braune.
Auf Grundlage der Ausgabe von 1652. Ohne Ortsangabe. Man geht davon aus, dass diese Ausgabe entweder in Kopenhagen oder in Sorø gedruckt worden ist. Die Königliche Bibliothek zu Kopenhagen besitzt zwei Exemplare, die meines Wissens noch nicht digitalisiert wurden.)


 

 

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Letzte Änderung: 9. Dezember 2018